Manche Hunde spielen nicht.
Sie wirken desinteressiert und zurückhaltend. Andere ziehen sich zurück, meiden Spielangebote oder reagieren gestresst, wenn man versucht, sie zum Spielen zu animieren. Für viele Menschen entsteht dann schnell der Eindruck: „Mein Hund kann einfach nicht spielen.“

Doch in den allermeisten Fällen stimmt das nicht.
Fast immer liegt es nicht am Hund selbst, sondern an seinen Erfahrungen, seinem Stresslevel oder an den Rahmenbedingungen, unter denen Spiel angeboten wird.

Dabei ist Spiel ein elementares Grundbedürfnis.

Warum Spiel so wichtig ist

Im Spiel trainieren Hunde genau die Fähigkeiten, die sie für ein stabiles, soziales Leben brauchen:

Ein Hund, der nicht spielt, verpasst nicht nur „Spaß“, sondern wichtige Lernerfahrungen für sein emotionales Gleichgewicht.

Typische Fehler im Spiel mit dem Hund

Oft machen wir Menschen das Spiel ungewollt unattraktiv oder sogar unangenehm:

  1. Spielzeug direkt ins Gesicht halten
    Statt Beuteverhalten zu wecken, wird der Hund frontal bedrängt. Besser: Das Spielzeug vom Hund weg bewegen, flach über den Boden ziehen, Flucht- und Jagdbewegungen imitieren. (Eine Maus würde dem Hund selten ins Gesicht hüpfen.)
  2. Zu viel Tempo, Lautstärke und Körperkontakt
    Manche Hunde kippen dabei sofort in Überforderung oder Meideverhalten. Spiel sollte regulierbar und sicher sein, nicht überwältigend. Gerade kleine Hund sind davon oft betroffen, weil sie sich schnell unwohl fühlen, wenn wir uns mit hektischen Bewegungen annähern und uns über sie beugen.
  3. Der Mensch kontrolliert alles
    Wenn Tempo, Dauer, Beginn und Ende ausschließlich vom Menschen bestimmt werden, fehlt dem Hund Selbstwirksamkeit. Spiel lebt von freiwilliger Beteiligung. Mach es deinem Hund einfach, sich an Spiel anzunähern. Und wenn das erstmal nur das Auslecken einer Schleckmatte bedeutet, ist das auch ok.

Was hilft, wenn dein Hund nicht spielt?

1. Selbstbeobachtung statt Hundekritik
Ein kurzes Video eurer Spielversuche kann sehr aufschlussreich sein:

2. Mit Abstand und Bewegung arbeiten
Spielzeug nicht präsentieren, sondern zum Leben erwecken. Wegziehen, leise über den Boden huschen lassen, Pausen einbauen.

3. Einladung statt Aufforderung
Spielzeug liegen lassen, warten, ob der Hund Interesse zeigt. Blickkontakt, kleine Bewegungen, leise Motivation – kein Zwang.
Du kannst auch Futter auf oder um das Spielzeug herumlegen, so beginnt eine kleine positive Verknüpfung mit dem Spielobjekt. Man ein Hund will das Dingens auch erstmal kennenlernen, bevor er danach greifen will.

4. Kurz, klar, positiv
Lieber viele kleine Spielsequenzen als lange, überfordernde Einheiten. Beenden, solange es noch schön ist. Und ja, dein Hund darf dabei natürlich auch mal gewinnen. Du brauchst also keine “ich muss aber zuletzt gewinnen – Mentalität”, stattdessen kannst du den Hund mit Erfolg das Spielzeug noch überlassen oder mit einem Futterstück am Ende des Spiels tauschen.

5. Pausen bewusst einbauen
Spiel bedeutet nicht Dauererregung, sondern Wechsel zwischen Aktivierung und Entspannung. Genau darin entsteht Selbstregulation. Sollte dein Hund extrem schnell hochfahren, dann spiele nicht zu lange und zu wild. Stattdessen kannst du mit Schnüffelpausen dafür sorgen, dass dein Hund auch wieder runterfährt.

6. Rituale schaffen
Zum Beispiel an einer bestimmten Stelle der Gassirunde: erst eine kleine Übung, dann ein kurzes Spiel, dann wieder Ruhe. Vorhersehbarkeit gibt Sicherheit – und Sicherheit ist die Grundlage für Spielfreude. Ich spiele auch gern nach einer schlichten Gassirunde nochmal mit meiner Ayla. Sie kann hier nicht überall frei laufen und da ist eine anschließende Spielrunde schön, um sich körperlich noch etwas auszutoben.

Die Parallele zum Kind

Spannend ist: Genau das Gleiche gilt für Babys und Kleinkinder.

Wenn ein Kind „nicht spielt“ oder scheinbar kein Interesse an Spiel zeigt, liegt das fast nie am Kind selbst. Auch hier sind es meist die Rahmenbedingungen:

Wie beim Hund entsteht Spiel erst dort, wo sich ein Wesen sicher, gesehen und nicht gedrängt fühlt.

Das Schöne: Rahmenbedingungen lassen sich verändern.
Und dann zeigt sich Spiel – beim Hund wie beim Kind – ganz von selbst.

Demnächst treffe ich die Montessori-Pädagogin Iris Mayr von Spielversprechend, die genau diese Zusammenhänge für den frühen Kindheitsbereich noch tiefer beleuchten wird. Ihre Impulse werde ich in diesem Blog zu einem späteren Zeitpunkt noch weitergeben.

Wenn du diesen Beitrag nochmal hören möchtest. Unter dem Titel:
“Wenn Hunde nicht spielen”
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️

Viele Menschen denken: „Mit Familie bin ich doch viel zu Hause – da passt ein Hund doch perfekt rein.“
Und gleichzeitig höre ich in meiner Arbeit immer wieder Sätze wie: „Ich liebe meinen Hund, aber ich habe ständig das Gefühl, nicht genug Zeit zu haben.“

In diesem Beitrag nehme ich dich mit durch mein eigenes Leben mit Hund – durch ganz unterschiedliche Lebensphasen. Nicht, um zu bewerten, sondern um ein realistisches Bild davon zu zeichnen, warum die Haltung eines Familienhundes einfach anders ist als in vielen anderen Lebensabschnitten.

Phase 1: Zeit für den Hund im Überfluss – Schulzeit und Jugend

Als Schülerin hatte ich etwas, das heute im Familienleben reinster Luxus ist: Zeit.

Ich war bis zu drei Mal pro Woche auf dem Hundeplatz, habe Hundesport gemacht, lange Gassirunden und Radeltouren mit meinem Hund Spike gedreht – durch Wälder, über Wiesen. Ich habe meinem Spikey viele Tricks beigebracht und mich intensiv mit ihm beschäftigt.

Mein Hund war damals kein „Nebenbei-Projekt“. Er war Mittelpunkt, Hobby, Leidenschaft.

👉 Obwohl mein Spike auch so seine Themchen hatte, war das nicht schlimm – mein Leben, das einfach war, ermöglichte uns viel Spaß und Entspannung.

Phase 2: Studium – der Hund als Mitbewohner

Während meines Studiums an der Ostseeküste war mein Hund Teil meines Alltags: in der WG, sogar zusammen mit einem freilaufenden Kaninchen. Ich hatte viel Zeit, habe am Studienort neue Hundemenschen für Agility und Fährtenarbeit gefunden, aber der Hundesport ebbte dort schon deutlich ab, weil meine Möglichkeiten begrenzter waren dort hinzukommen.

Spike war überall dabei. Nicht ständig beschäftigt – aber eingebunden ins Leben.

Wichtig war auch die Erkenntnis, das er nicht dauerhaft Programm brauchte. Er war schon sehr zufrieden damit, dabei zu sein.

Phase 3: Trennung auf Zeit – Ausland und Loslassen

Als ich mehrere Monate im Ausland war, war mein Hund in dieser Zeit bei meinen Eltern. Spike stellte sich nach 2, 3 Tagen um und wusste, wer nun mit ihm rausgeht und das Futter hinstellt.

Für mich war es anders.

Mir fehlten die täglichen Spaziergänge, das gemeinsame Rausgehen. Und ich habe gemerkt, wie sehr mir mein Hund auch ein Gefühl von Sicherheit gegeben hat – gerade als Frau allein unterwegs. Ich machte immer wieder Auflüge im Grünen, aber in Madrid sind auch Parks nicht immer sonderlich sicher…

👉 Manchmal merken wir erst ohne Hund, wie sehr er unser Leben bereichert. Vor allem die täglichen Routinen haben mir gefehlt.

Phase 4: Vollzeitjob – wenn der Hund „mitläuft“

Der Einstieg ins Berufsleben war ehrlich gesagt eine der schwierigsten Phasen mit Hund.

Vollzeit berufstätig zu sein und gleichzeitig einen Hund zu haben, ist eine echte Herausforderung. Mein Hund war tagsüber bei meinen Eltern, hatte Versorgung – aber lange Zeiten des Leerlaufs. Abends habe ich versucht, das mit einer großen Spazier- oder Radeltour auszugleichen – auch für mich.

Das war machbar – aber nicht leicht.

👉 Nur weil ein Hund Futter, Wasser und eine Gassirunde bekommt, heißt das nicht automatisch, das der Hund verbunden und ausgelastet ist.

Bei Verhaltensproblemen mit dem Hund ist auch in dieser Phase quasi nur am Wochenende oder abends Zeit, um mit dem Hund neues Verhalten in Ruhe zu erarbeiten.

Phase 5: Teilzeit & Selbstständigkeit – Flexibilität verändert alles

Mit Teilzeit-Arbeit und meiner Selbstständigkeit als Blindenführhund-Trainerin kam wieder mehr Luft in den Alltag.

Als mein Hund älter wurde, habe ich unsere gemeinsamen Zeiten angepasst:

Es ging nicht mehr um Leistung, sondern um Dasein. Spike war zwar fit genug noch bis ins hohe Alter Cavaletti zu machen, aber irgendwann war auch das für ihn nicht mehr mit Spaß verbunden, sodass ich es dann gut sein ließ.

👉Kleine Rituale haben plötzlich einen großen Unterschied gemacht.

Dann ließ sich auch die Blindenführhund-Arbeit sehr gut mit meiner Teilzeitstelle vereinbaren, weil Hunde erlaubt waren. Also erarbeitete ich mit meinen Azubi-Hunden immer den Weg zur anderen Arbeit, dort lernten sie einige Zeit ruhig zu liegen und danach wieder mit mir im Führgeschirr nach Hause zu gehen. (Für einige Zeit konnte ich sogar noch ein Hundebaby mitbringen.)

Phase 6: Der Familienhund – Leben mit Kind und Hund

Und dann kam das Leben mit Kind.

Heute weiß ich: Der Familienhund ist nochmal eine ganz eigene Kategorie.

Die Zeit ist begrenzt. Vieles läuft parallel. Allein das Grundrauschen – Essen machen, Schule, Gassi gehen, Pflege, Organisation – kostet enorm viel Energie.

Diese „Bonuszeit“, die ich früher hatte, existiert kaum noch:

Das ist keine persönliche Schwäche. Das ist Realität.

Ein Familienhund erlebt nicht weniger Liebe – sondern weniger Exklusivität. Und das ist ja logisch, denn dein Kind oder deine Kinder liegen dir ja auch am Herzen! Es gibt so viele zu beachtende Bedürfnisse und zuletzt ist es wichtig auch sich selbst dabei im Blick zu haben!

Der große Trugschluss

Viele denken: „Wenn ich mit Kind zu Hause bin, dann kann ein Hund doch einfach mitlaufen.“

Manchmal funktioniert das. Oft aber nicht so, wie man es sich vorher vorstellt – vor allem mit Welpen oder Tierschutzhunden gibt es am Anfang oft Turbulenzen, zuhause muss alles gut gemanaged sein, aber wie machst du das, wenn dein Kind regelmäßig Spielzeug im Raum verteilt und dein Welpe alles ankaut?

Zeit für gezielte Hundeerziehung ist dann plötzlich nicht mehr selbstverständlich verfügbar.
Und das, was du tust, willst du dann vorher vielleicht auch besser durchdacht haben.

Wichtig zu wissen:
Mit Hund eine Familie zu starten oder einen Hund in die bestehende Familie zu holen ist keine einfache Ausgangssituation.
Es kann erfüllen, es kann stressen.
Es ist machbar UND fordernd.

🐾 Ein Familienhund braucht ein anderes Bild von Hundehaltung

Ein Familienhund braucht:

Es geht nicht darum, alles richtig zu machen.
Sondern darum, einen Weg zu finden, der für die ganze Familie – inklusive Hund – tragbar ist.

Wenn du dich hier wiedererkennst: Du bist nicht allein. Und du machst nichts falsch.
In meinem 10-Minuten-Reset kannst du sofort etwas entspannen und neue Impulse fürs entspannte Leben mit Kind und Hund mitnehmen.

Wenn du diesen Beitrag nochmal hören möchtest. Unter dem Titel:
“Der größte Irrtum über Familienhunde”
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️

warum weniger oft mehr ist

Der Alltag mit Kind und Hund ist selten ruhig. Termine, Emotionen, Chaos – alles gleichzeitig. Und genau deshalb fühlen sich große oder mehrere Verhaltensprobleme beim Hund oft erschlagend an.

Viele Familien wissen sehr genau, was alles nicht gut läuft:

Allein dieser Gedanke kann schon müde machen.


Die Marie‑Kondo‑Falle im Hundetraining

Stell dir vor, du willst aufräumen – richtig gründlich. Also wirfst du alle Klamotten auf einen großen Haufen.

Erst denkst du: Jetzt packe ich es an. Dann siehst du die Menge – und bist überfordert.

Und genau in diesem Moment ruft dein Kind:

„Mamaaa, wo ist die Socke von meiner Puppe?“

Du sortierst noch drei Oberteile – und dann bleibt der riesige Haufen liegen. Nicht, weil du faul bist. Sondern weil der Anspruch zu groß war.

Ganz ähnlich läuft es oft mit Hundetraining im Familienalltag.

Wenn du dir bewusst machst:

dann hast du dir innerlich einen riesigen Haufen Arbeit gemacht – den du im Alltag realistisch nicht auf einmal bewältigen kannst.


Der bessere Weg: eine Schublade statt der ganzen Wohnung

Beim Aufräumen funktioniert es oft besser, sich eine einzige Schublade vorzunehmen.

10 Minuten. Überschaubar. Machbar. Ein Erfolgserlebnis.

Und genau dieses Prinzip ist auch für das Zusammenleben mit deinem Familienhund entscheidend.


Schritt 1: Management vor Training

Bevor wir überhaupt trainieren, lohnt sich eine ehrliche Frage:

Wie kann ich den Alltag so gestalten, dass mein Hund sich gar nicht erst unerwünscht verhalten muss?

Beispiel: Statt dem Hund hinterherzurennen, weil er das Sandwich vom Tisch klaut, sorgen wir dafür, dass Sandwiches dort liegen, wo der Hund nicht drankommt.

Das ist kein Versagen, sondern kluges Management. Und es entlastet sofort.


Schritt 2: Was braucht dein Hund wirklich?

Im nächsten Schritt geht es nicht um Erziehung, sondern um Bedürfnisse:

Ein Hund, der innerlich im Ungleichgewicht ist, kann sich im Außen kaum gut regulieren.


Schritt 3: Kommunikation statt Konflikt

Wenn dein Hund schon ausweicht, wenn du auf ihn zugehst, weil er gerade das Lieblingsstofftier deines Kindes zerlegt hat, dann ist klar:

👉 Kommunikation ist hier wichtiger als Konsequenz.

Das Ausdrucksverhalten deines Hundes erzählt dir ständig, wie es ihm geht. Wir Menschen übersehen viele feine Signale – und das ist okay.

Wichtig ist nicht Perfektion, sondern:


Das Markersignal: eine gemeinsame Sprache

Zur Kommunikation gehört auch das Markersignal – ein Markerwort oder ein Clicker.

Wenn dieses Signal sauber aufgebaut ist:

Ein gut etabliertes Markersignal schafft Kooperation statt Machtkampf.

👉 Wenn du das lernen möchtest: In meinem Magic Marker Minikurs bekommst du eine Express‑Anleitung für das Markersignal.

Nach dem Kurs hast du 3 neue Signale mit deinem Hund aufgebaut, die du sofort im Alltag nutzen kannst.


Schritt für Schritt zu komplexen Lösungen

Wenn die Basis steht – Management, Bedürfnisse, Kommunikation – kannst du auch größere Themen angehen.

Nicht in stundenlangen Trainings, sondern:

So werden aus großen Baustellen lösbare Schritte.


Du musst das nicht allein lösen

Wenn du dir wünschst, im Alltag gezielt unterstützt zu werden und herauszufinden, wo euer sinnvollster Startpunkt liegt, melde dich gern bei mir.

Manchmal reicht ein kleiner Perspektivwechsel – und plötzlich wird es leichter.
Trag’ dich gern für ein kurzes, unverbindliches Erstgespräch ein und wir finden heraus, was für dich der nächste Schritt sein kann.

Wenn du diesen Beitrag nochmal hören möchtest:
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️

Diese sieben entlastenden Gedanken und Vorannahmen, machen deinen Alltag mit Kind & Hund sofort leichter

  1. Nichts persönlich nehmen (und für respektlos dir gegenüber halten) –

    Der Hund knurrt, wenn sich Familienmitglieder an sein Spielzeug annähern?
    Das Kind ist verärgert und nennt dich eine “Kaka-Mama”?

    Nimm’s nicht persönlich!
    Die Suche nach den tieferen Bedürfnissen von Kind und Hund haben viel mehr Sinn, als das Verhalten auf dich zu beziehen. Denn es hat meistens nichts mit dir zu tun!

    Sobald du den Gedanken loslässt, dass Verhalten „respektlos“ oder „gegen dich gerichtet“ ist, öffnet sich der Blick für das, was wirklich los ist.
    Und allein das nimmt enorm viel Druck raus.
  2. Kinder lernen nicht durch Worte, sondern durch das Verhalten, das wir vorleben

    Dein Kind macht genau das, was du auch tust gegenüber deines Hundes. Überlege daher genau, welches Verhalten du fördern möchtest. Positive Trainingsmethoden sind darum absolut empfehlenswert, sonst kann es kritisch werden, wenn das Kind das Verhalten gegenüber des Hundes nachahmt.

    Kinder beobachten uns in jeder MinUnd sie machen nicht das nach, was wir sagen – sondern das, was wir tun.

    Wenn du deinem Hund mit Geduld, Klarheit und ruhigen Gesten begegnest, lernt dein Kind: „So gehen wir mit unserem Hund um.“
    Wenn jedoch mit Schimpfen, Strafen oder grober Korrektur gearbeitet wird, steht die Gefahr im Raum, dass dein Kind genau dieses Verhalten übernimmt – ohne die Fähigkeit, es richtig einschätzen zu können.

    Positive, faire Trainingsmethoden sind daher nicht nur gut für deinen Hund, sondern auch ein Schutz für dein Kind!
    Du lebst vor, was du wirklich fördern möchtest.
  3. Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht

    Selbst hinter “Problemverhalten” steckt eine positive Absicht.

    Kein Hund knurrt, um dich zu ärgern?
    Er knurrt, um Abstand zu schaffen, weil er sich unsicher fühlt. Das Verhalten hat die positive Absicht Distanz zu erzeugen.

    Kein Kind quengelt, um „dich zu nerven“?
    Vielleicht ist dein Kind einfach hungrig, müde oder gar beides! Vielleicht sucht es Orientierung oder Kontakt zu dir.

    Nimm es nicht persönlich. Suche nach Bedürfnissen, die hinter dem Verhalten stehen, und gehe auf das Bedürfnis ein. Denn Verhalten ist nur das, was wir als Symptom des ganzen sehen können.

  4. Wenn du dir Veränderung wünschst, beginnt die erste Veränderung meist bei dir selbst

    Du kannst von Kind oder Hund kein Verhalten fordern, das du selbst nicht vorlebst oder mit deiner Sicherheit unterstützt.
    Das klingt erstmal anstrengend – ist aber in Wahrheit unglaublich kraftvoll, weil es zeigt, wie viel Einfluss du nehmen kannst!

    Wenn du dir mehr Ruhe wünschst, beginne selbst, ruhiger zu werden.
    Wenn du möchtest, dass dein Hund klare Grenzen respektiert, dann beginne damit, klare Grenzen zu setzen.

    Wenn du willst, dass dein Kind den Hund achtsam behandelt, dann lebe deinem Kind genau diese Achtsamkeit im Alltag vor. Das heißt übrigens nicht, dass du perfekt sein musst – nur bewusst. Und sobald du bewusst beobachtest, was abläuft, kannst du deine Handlungen gezielt verändern.
  5. Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes

    Noch mehr, noch schneller, noch besser?
    Vermutlich hilft dir ein Kurswechsel mehr. Egal, was gerade vielleicht nicht funktioniert, versuche etwas NEUES, um ein besseres Ergebnis zu bekommen.

    Viele Mütter versuchen es dann mit „noch mehr“, „noch schneller“, „noch besser“. Aber oft ist das Gegenteil hilfreich: ein Kurswechsel.

    Wenn dein Hund auf Spaziergängen ständig überdreht, bringt es selten etwas, die selbe Strategie nur härter oder häufiger anzuwenden.

    Wenn dein Kind immer wieder den Hund stört, hilft es nicht, immer lauter zu erklären, warum es so nicht geht. Manchmal braucht es eine komplett neue Herangehensweise. Und das ist kein Scheitern, sondern kluge Anpassung.
  6. Die Bedeutung von Kommunikation liegt in der Reaktion, die du bekommst.

    Wenn die Reaktion nicht erwünscht ist, muss die eigene Kommunikation angepasst werden. Die Bedeutung unserer Kommunikation liegt nicht in unserer Absicht, sondern in dem, was beim Gegenüber ankommt.

    Wenn dein Hund nicht das tut, was du möchtest, dann hat er deine Signale wahrscheinlich nicht verstanden oder er schafft es noch nicht unter großer Ablenkung auf dein Signal hin zu reagieren.

    Wenn dein Kind „nicht zuhört“, dann braucht es vielleicht eine andere Form der Ansprache, mehr Zeit oder eine Situation mit weniger Reizen.

    Nicht das Kind oder der Hund ist „schwierig“ – sondern die Kommunikation muss angepasst werden.
  7. Lebewesen treffen stets die beste ihnen zur Verfügung stehende Wahl.

    Wenn Kinder, Hunde oder Erwachsene angemessenere Möglichkeiten für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zur Verfügung hätten, würden sie vieles von dem nicht tun, was manchmal aus reiner Bosheit zu geschehen scheint.

    Dieser Satz wirkt so unscheinbar – aber er verändert alles.

    Kinder, Hunde, Erwachsene: Wir alle handeln nach den Möglichkeiten, die wir in diesem Moment haben.

    Wenn dein Hund bellt, dann ist das gerade seine beste – oder einzige – Strategie, mit dieser Situation umzugehen.

    Wenn dein Kind haut oder schubst, dann hat es noch nicht gelernt sich sprachlich auszudrücken, das es etwas nicht möchte.

    Wenn wir davon ausgehen, dass niemand absichtlich „böse“ ist, dann hören wir auf, Verhalten zu moralisch zu bewerten – und beginnen stattdessen, neue Wahlmöglichkeiten zu eröffnen.


Abschluss

Ich hoffe, diese entlastenden Gedanken und Vorannahmen geben dir heute etwas Leichtigkeit mit.
Sie sind keine Regeln, keine To-dos, sondern innere Haltungen, die dich im Alltag mit Kind und Hund stärken können.

Wenn du magst, such dir eine einzige davon aus und entdecke sie in dieser Woche in den unterschiedlichsten Situationen in deinem Alltag. Oft reicht schon eine kleine innere Verschiebung, um erstaunlich viel zu verändern.


Kennst du das? Der Hund liegt gemütlich auf seiner Decke und dein Kind möchte mit ihm spielen.
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Wenn wir unseren Kindern beibringen, die Körpersprache des Hundes zu verstehen, passieren zwei Dinge:
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Der Hund bekommt die Ruhe, die er braucht – und unsere Kinder lernen, Grenzen zu respektieren. Win-win!
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Das sollte dein Kind kennen:
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Mein Hund braucht Ruhe, wenn er…
– sich auf seine Decke/seinen Platz zurückzieht
– seinen Kopf abwendet
– in Annäherung übertrieben gähnt oder sich streckt
– schmatzt oder sich über die Lefze leckt
– stark blinzelt
– die Rute nach unten anlegt
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Es kann gefährlich werden, wenn
– die Ohren des Hundes nach hinten zeigen
– der Hund leise knurrt
– der Hund in Annäherung im Körper einfriert
– wenn der Hund das Kind mit seinem Blick fixiert
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Der Hund ist entspannt, möchte spielen oder Kontakt, wenn…
– die Ohren ihre neutrale Stellung haben, oder aufmerksam nach vorne gekippt sind
– der Körper weich und beweglich ist
– die Rute lebhaft oder locker wedelt
– er zum Menschen kommt und Kontakt sucht
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Mach es spielerisch! Du kannst im Alltag immer wieder die Ausdruckssignale deines Hundes kommentieren.
Am besten kommentierst du, was du beobachtest und was du vermutest.
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Beispiele:
„Schau mal, Bobby schmatzt und leckt sich jetzt schon wieder über die Schnauze. Jetzt gähnt er, dabei scheint er gar nicht müde, lass ihn lieber in Ruhe, ich glaube er möchte jetzt nicht mehr gebürstet werden.“
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Oder „Lunas Rute ist über ihren Po nach unten gelegt, es ist ihr vermutlich unangenehm, wie ein Pferd herumgeführt zu werden. Mach sie von der Leine, dann kann sie zu ihrem Ruheplatz laufen.“
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So lernt dein Kind ganz nebenbei – und respektiert die Grenzen seines besten Freundes mit der Zeit immer besser.
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Um sich in Ruhe mit dem Ausdrucksverhalten deines Hundes auseinanderzusetzen kannst du deinem Kind auch Fotos oder kleine Videos zeigen und fragen:
„Was siehst du und was denkst du wie fühlt sich der Hund jetzt?”
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Wie bringst du deinem Kind bei, die Signale zu lesen?
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#Hundeerziehung #KinderundHunde #HundeKörpersprache #FamilienAlltag #GestressteEltern #HundeFamilie

Das Leben mit Hund und Kleinkind ist wunderschön – aber manchmal auch einfach … wild. 😅 Damit euer Alltag nicht im Chaos versinkt, helfen dir diese Alltags-Hacks, um mehr Struktur und Ruhe reinzubringen.

Ein gutes Management entlastet dich, bevor Stress überhaupt entsteht.
Oft liest du die Regel: Kind und Hund dürfen nie zusammen allein gelassen werden.

Und die Grundidee, dass wir auf Kind und Hund ein Auge haben ist auch vernünftig.
Doch wenn du ehrlich bist, wirst du schnell feststellen, dass es eben doch unbemerkte Momente gibt, in denen du z.B. kurz dem Postboten die Türe öffnest, auf Toilette gehst oder den Herd abstellst.

Es kommt also eher darauf an zu überlegen, in welchen Situationen du die beiden trennen solltest und wann du dich kurz abwenden kannst.
Dir stur aufzuerlegen, beide IMMER im Blick haben kann sehr anstrengend werden. Und selbst wenn du immer dabei bist, es können auch dann schwierige Situationen entstehen.

Also lass uns lieber schauen, mit welchem Management-Strategien du deinen Alltag entspannter gestalten kannst:

👉 Schaffe feste Ruhe- und Rückzugsorte – für Kind und Hund. Das Hundekörbchen sollte für den Hund allein sein? Hmja schon, doch es kann leicht passieren, dass ein kleines Kind auf die Idee kommt dort mit deinem Hund zu kuscheln und dein Kind hundert Mal zu ermahnen bringt nichts, weil es noch nicht das Konzept von der Ruhezone verstanden hat.

Ein echter Rückzugsort ist deshalb eher ein Bereich für den Hund, den die Kinder nicht so gerne aufsuchen, z.B. im Flur oder oben im Zimmer, wenn die Kinder unten toben. Du kannst auch einen Ruhebereich (z.B. das Kinderzimmer) für das Kind definieren. Viel sinnvoller finde ich hingegen eine zeitliche Ruhe. Bei uns darf der Hund gern mit im Kinderzimmer liegen. Macht total Sinn ihn nicht von unserer sozialen Runde auszuschließen, er ist so glücklich, wenn er neben uns liegt und dabei sein darf. In der Nacht schläft er dann im Wohnzimmer.

👉 Hilfsmittel verwenden
Nutze Kindergitter, eine Hausleine oder Targets (Decke, Körbchen andere gezielte Orte), um dich mal von Kind und Hund abwenden zu können. An der Küche kann ein Trenngitter auch dabei helfen, dass dein Hund innen in Ruhe fressen kann und vom Kind nicht gestört wird. Und gleichermaßen kannst du ihn von der Küche fernhalten, wenn du gerade mühevoll die Fleischklößchen fürs Abendessen vorbereitet hast…

👉 Lieblingsspielzeuge in Sicherheit bringen
Das geht in beide Richtungen: Einerseits willst du das Lieblingsspielzeug deines Kindes vor möglicher Zerstörung (insbesondere von Welpen) schützen.
Andererseits kannst du Konflikte zwischen Kind und Hund vermeiden, indem du das Lieblingsspielzeug deines Hundes hochlegst und nur gezielt runternimmst, wenn du dabei bist und mit ihm spielst.
Aufräumen lohnt sich im Leben mit Kind und Hund jedenfalls immer.

👉 Agil und flexibel planen!
Plane deinen Tag so, dass sich Aktivitäten leicht kombinieren lassen z. B. der Hunde-Spaziergang während des Mittagsschlafs deines Kindes im Kinderwagen. Oder Gassirunden mit dem Weg zum Kindergarten oder der Schule kombinieren, so hast du die Zeit für alle genutzt, ohne das du zweimal gehen musst.

Wenn dein Kleinkind keine Lust mehr aufs Tragen oder Buggyfahren beim Hundespaziergang hat, kann es lustig werden.. Dann wird dein Hund vielleicht nervös, weil er raus muss und dein Kind zieht sich die Schuhe wieder aus, weil es keine Lust hat mitzukommen.
Wenn dein Kind schon in Betreuung ist, kann du den Spaziergang auf den späten Vormittag legen, mit der Abholung verbinden oder Spaziergang und Kind abholen nacheinander in Ruhe machen.

Generell hilft es sehr, wenn du deine Erwartungen was die organisatorische Planung angeht herunterschraubst. Denn wenn deine Organisationspläne sich dann eben doch nicht miteinander verbinden lassen, ist es eben so.
Es kostet dich sonst viel mehr Kraft deinen Plan durchzuziehen, und zum Beispiel dein schreiendes Kind zum Gassi zu bewegen, als flexibel auf die Situation zu reagieren.
Überlege dir für solche Fälle am besten einen Plan B, der genauso funktioniert. z. B. ein kürzeres Gassi, dafür später noch Spiel und Spaß im Garten statt der langen Hunderunde.


👉 Wilde Spielphasen von Kind und Hund besonders gut beobachten!
Besonders, wenn das Erregungsniveau des Hundes hoch ist, kann leichter unerwünschtes Verhalten sichtbar werden.
Ein typisches Beispiel ist das Jagdverhalten deines Hundes, das leicht ausgelöst wird, wenn Kinder sich, wie Beute, mit hektischen Bewegungen und quiekendem Geschrei verhalten.

Nach dem Spaziergang oder einer Tobephase kannst du eine Ruhe phase beginnen, indem du mit deinem Kind deinem Hund z.B. Leckerlis in die Wiese streust, die er suchen und sammeln darf. Deinem Kind kannst du danach eine ruhige Beschäftigung anbieten oder gemeinsam etwas lesen.

So bekommen alle mit, dass jetzt wieder eine ruhigere Phase losgeht.

Wichtig ist, dass dein Hund in seinem Erregungsniveau nicht in unerwünschte Verhaltensweisen kippt, du ihn also bevor er beginnt Kinderfüße zu jagen oder nach dem Ärmel zu schnappen wieder runterfährst und ihn danach an den echten Ruheort bringst.

Welche Management-Maßnahmen setzt du in deinem Haushalt mit Kind und Hund schon um? Welche könntest du noch flexibler gestalten, um mehr Entspannung hineinzubringen?


Kleines Kind mit zwei Hunden

Wovon Kinder profitieren, wenn sie mit Hund aufwachsen. 🤗🐕

Die Entscheidung, einen Hund in die Familie aufzunehmen, kann weitreichende positive Auswirkungen auf das Leben deiner Kinder haben. Hier sind einige gute Gründe, warum ein Familienhund ein wertvoller Teil des Lebens deiner Kinder sein kann.

Stärkung des Selbstbewusstseins 💪🏼😀

Insbesondere schüchterne Kinder profitieren enorm von der Interaktion mit Hunden. Sie werden über ihren Hund von außen öfter angesprochen und können trainieren Kontakt zu Menschen aufzunehmen. Die Verantwortung, die ein Hund mit sich bringt, kann auch dazu führen, dass dein Kind selbstbewusster wird. Es lernt, Entscheidungen zu treffen und für das Wohl des Tieres zu sorgen, was das Selbstwertgefühl stärkt.

Verantwortungsbewusstsein und Empathie 💕

Wir hatten es ja gerade schon. Der Umgang mit einem Hund fördert die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein. Deine Kinder lernen, dass ihr Handeln direkte Auswirkungen auf das Leben des Tieres hat. Diese Fähigkeit mit anderen Lebewesen umzugehen, in sie hineinzufühlen und auf sie einzugehen erstreckt sich oft auch auf andere Tiere und Lebensbereiche.

Angstbewältigung 👻

Ein Hund kann eine beruhigende Präsenz sein, die deinem Kind hilft, Angst abzubauen. Indem es die Verantwortung für den Hund zu kleinen Teilen mit übernimmt und ihn in verschiedenen Situationen begleitet, überwindet es häufig eigene Ängste, sei es vor Hunden oder anderen Tieren. Diese Erfahrungen fördern eine positive Einstellung zu Tieren und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Therapeutische Wirkung 🩹

Die emotionale Bindung zwischen Kindern und Hunden hat eine therapeutische Wirkung. Hunde sind bekannt dafür, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Ein Spaziergang mit dem Hund bietet nicht nur Bewegung, sondern auch eine willkommene Auszeit vom Trubel des Familienalltags. Diese Momente der Entspannung sind wichtig für die gesamte Familie.

Förderung von Bewegung und Gesundheit 🏃🏼‍♀️🏃🏼🐕🏃🏼‍♂️

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, sind in der Regel gesünder. Die regelmäßige Bewegung, die ein Hund erfordert, sorgt dafür, dass deine Kinder aktiv bleiben. Gemeinsame Spaziergänge, Spiele im Park oder einfaches Toben im Garten fördern nicht nur die körperliche Fitness, sondern tragen auch zu einem gesunden Lebensstil bei. Auch zusätzliche Keime stärken nachweislich das Immunsystem deines Kindes.

Unterstützung beim Lernen 📙

Hunde sind geduldige Zuhörer und können großartige Unterstützer beim Lesenlernen sein. Kinder fühlen sich oft wohler, wenn sie mit einem Hund lesen, da sie keine Angst vor Urteilen oder Fehlern haben. Ein Hund schafft eine entspannte Umgebung, in der das Lernen Spaß macht.

Trostspender in schwierigen Zeiten 🥲

Wenn es mal zwischen dir und deinem Kind gekracht hat oder dein Kind einen schlechten Tag hatte, kann der Hund Trost spenden. Die bedingungslose Liebe und Zuneigung eines Hundes bieten emotionale Unterstützung und helfen deinem Kind, sich wieder besser zu fühlen. Er ist einfach nur da und unterstützt mit seiner Präsenz. Dein Kind ist nicht allein und beim Kuscheln werden positiv wirkende und entspannende Hormone freigesetzt.

Entwicklung von Fähigkeiten 🤹🏼

Der Umgang mit einem Hund fördert wichtige soziale Fähigkeiten wie Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, sich zurückzunehmen. Deine Kinder lernen früh, die Grenzen des Hundes zu respektieren, Geduld zu haben, wenn der Hund mal nicht sofort gehorcht, und sie entwickeln ein Gefühl für Timing und Verantwortung.

Ein kreativer Vorwand 🐶

Und falls doch einmal etwas zu Bruch geht oder ein Missgeschick passiert, gibt es immer eine humorvolle Ausrede: „Der Hund war’s!“ Diese spielerische Herangehensweise kann dazu beitragen, Spannungen in der Familie zu lösen und die Atmosphäre aufzulockern.

Ein Hund kann eine wertvolle Ergänzung für eine Familie sein und bietet zahlreiche Vorteile für die Entwicklung deiner Kinder. Er fördert nicht nur das Selbstbewusstsein und die Empathie, sondern hilft auch, Ängste zu überwinden und Verantwortung zu lernen. Ein Familienhund ist nicht nur ein Haustier, sondern ein treuer Begleiter und Lehrer in vielen Lebensbereichen.


Stell dir vor du bist am See, gehst schwimmen und plötzlich wirst du von einem riesigen Fisch attackiert.

Was für eine Vorstellung! 😱

Ehrlich gesagt würde ich auch Panik bekommen und mir dieses „Ungeheuer“ erstmal wegwünschen…

Nachdem mehrere Badegäste im Brombachsee bei uns in Mittelfranken von einem zwei Meter langen Wels verletzt wurden, wurde der Fisch getötet.

Jetzt gibt es hitzige Diskussionen, was anders hätte laufen müssen.

Welse sind grundsätzlich keine aggressiven Tiere. Ein Wels, der seine Brutstätte verteidigt, wird, wie es die Natur bei uns meisten Lebewesen will, ihren Nachwuchs beschützen.

Und so ist es wohl gewesen.

Angst davor gebissen zu werden, kann uns schützen.

Es wird ja niemand gezwungen baden zu gehen, wo zuvor ein Mensch im Wasser gebissen wurde, oder?

Das hätte die akute Gefahr sofort behoben.

Klar, ein Hinweis, das dort laichende Welse leben, wäre sicher nützlich gewesen, aber vielleicht wusste es einfach niemand.

Doch Angst war noch nie ein guter Ratgeber!

Und doch wurde aus Angst und impulsiven Handeln das, was vielleicht überdacht werden hätte können…

Und da denke ich natürlich auch direkt wieder an unsere Hunde.

Ein Hund bellt, zieht oder knurrt und bekommt direkt den Stempel „das ist ein böser Hund“.

Lass das so nicht stehen! ☝️

Hinterfrage das Verhalten: Was steht denn hinter dem Verhalten für eine für das Tier positive Absicht?

Schutz vor Eindringlingen, wie etwa beim Wels am Brombachsee?

Abstand zu halten oder Distanz zu schaffen sind auch oft Gründe für Aggressionsverhalten beim Hund. Das hat mit gut oder böse nichts zu tun. ☝️

Wir können lernen Respekt zu haben, vor der Natur, vor den Tieren, ohne sofort mit aller Macht, die wir haben, dagegen vorzugehen, um die Gefahr, die uns droht irgendwie “wegzumachen”.

Wir sind schon weiter, vielleicht haben das manche noch nicht bemerkt.

Denn der Unterschied zwischen einem Fisch und einem Menschen ist doch eigentlich..

Wir können weiterdenken, – wenn wir wollen.

Eine kleine Atemübung / Meditation

Unbewusst kann es passieren, dass wir im Alltag gekrümmt sitzen, stehen und auch gehen.

Da deine Körperhaltung sich auf deine Psyche auswirkt – und auch anders herum Belastungen sich in deiner Körperhaltung oft widerspiegeln, ist es hilfreich sich bewusst in eine gesunde Körperhaltung zu bringen und damit auch in einen guten Zustand zu versetzen.

Gerade beim Spaziergang mit deinem Hund kannst du besonders gut die Wirkung deiner Haltung üben.

Stelle dich an einem ruhigen Ort unterwegs einmal ganz bewusst hin.

Atme erstmal tief ein und aus und beobachte einfach, wie präsent du stehst.

Ist dein Gewicht auf beide Füße gleichmäßig verteilt?

Nimm wahr, wie gerade du stehst.

Falls du bemerkst, dass dein Oberkörper sich nach vorne beugt, dann ziehe einmal deine Schultern kräftig nach hinten – Achtung, manchmal knackt es dabei. 😆

Spanne deinen Bauch an, achte auf einen geraden Rücken, ohne Hohlkreuz.

Die Knie etwas locker halten, sodass dein Gewicht von deinen Muskeln und nicht von deinen Gelenken getragen wird.

Und dann stelle dir vor, wie dein Kopf am Scheitel nach oben in den Himmel gezogen wird, ganz laaaaaangsam, wie bei einer Marionette, die an einem Faden am Kopf nach oben geführt wird.

Und dann atme so in deiner vollen Größe noch ein paar Mal tief in deinen Bauch ein und aus.

Nimm wahr, was sich verändert, wenn du in deiner vollen Größe weitergehst.

Wie reagiert dein Hund?

Diese Übung kannst du natürlich auch gleich hinter deinem Schreibtischstuhl machen.

Ich wünsche dir eine gute Zeit und fülle den Raum mit deiner vollständigen Größe! 🌷

Mehr Übungen dieser Art findest du in meinem Youtube-Kanal in der Kategorie “Coaching-Snack” in der Playlist zum Mindset fürs Hundetraining.

Willst du mehr Unterstützung erhalten? Dann komme gerne direkt in meine FB-Gruppe “Mindset fürs Hundetraining” und erhalte regelmäßig Impulse für dich, wenn die Zeit mit deinem Hund gerade herausfordernd ist.

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Ich stelle immer wieder fest, dass die Umsetzung von Trainingseinheiten den Hundehalter ganz schön fordern können. Denn leider lernen auch wir Menschen schwierige Situationen mit unserem Hund neu einzuschätzen und zu bewerten.

Und so kommt es, dass wir selbst beim Anblick eines Hundes nervös werden, die Luft anhalten, angespannte Muskeln haben… (auch wenn wir das nicht wollen…)

…das wiederum merkt unser Hund… er wird noch angespannter, weil er unsere Anspannung merkt…

…und die Stress-Spirale dreht sich immer weiter hoch…

Um da wieder herauszukommen, gilt es ganz schön an sich zu arbeiten.
Die eigene Atmung bewusst einsetzen, Entspannungstechniken/Ablenkungstechniken für dich selbst nutzen und dann auch noch die Fähigkeiten erlangen, damit dein Hund umlernen kann und diese dann logischerweise auch immer und immer wieder umzusetzen.

Puh!

Und dann kommt der entscheidende Moment…

Du musst raus aus deiner Komfortzone, wo das Wachstum stattfindet; raus aus dem Modus des ständigen Vorbeifütterns und Ausweichens;
Raus aus dem Gedanken “das wird doch nie was”… -> denn sonst wird es nie was…

Stell dir vor du springst aus einem Flugzeug. Natürlich gesichert, doch springen musst du dennoch, wenn du etwas verändern willst.

Hundetraining kann dich persönlich ganz schön fordern.
Doch wenn du es wagst, wird alles entspannter für dich und deinen Hund und du bist ein ganz großes Stück gewachsen!

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