Das Leben mit Hund und Kleinkind ist wunderschön – aber manchmal auch einfach … wild. 😅 Damit euer Alltag nicht im Chaos versinkt, helfen dir diese Alltags-Hacks, um mehr Struktur und Ruhe reinzubringen.

Ein gutes Management entlastet dich, bevor Stress überhaupt entsteht.
Oft liest du die Regel: Kind und Hund dürfen nie zusammen allein gelassen werden.

Und die Grundidee, dass wir auf Kind und Hund ein Auge haben ist auch vernünftig.
Doch wenn du ehrlich bist, wirst du schnell feststellen, dass es eben doch unbemerkte Momente gibt, in denen du z.B. kurz dem Postboten die Türe öffnest, auf Toilette gehst oder den Herd abstellst.

Es kommt also eher darauf an zu überlegen, in welchen Situationen du die beiden trennen solltest und wann du dich kurz abwenden kannst.
Dir stur aufzuerlegen, beide IMMER im Blick haben kann sehr anstrengend werden. Und selbst wenn du immer dabei bist, es können auch dann schwierige Situationen entstehen.

Also lass uns lieber schauen, mit welchem Management-Strategien du deinen Alltag entspannter gestalten kannst:

👉 Schaffe feste Ruhe- und Rückzugsorte – für Kind und Hund. Das Hundekörbchen sollte für den Hund allein sein? Hmja schon, doch es kann leicht passieren, dass ein kleines Kind auf die Idee kommt dort mit deinem Hund zu kuscheln und dein Kind hundert Mal zu ermahnen bringt nichts, weil es noch nicht das Konzept von der Ruhezone verstanden hat.

Ein echter Rückzugsort ist deshalb eher ein Bereich für den Hund, den die Kinder nicht so gerne aufsuchen, z.B. im Flur oder oben im Zimmer, wenn die Kinder unten toben. Du kannst auch einen Ruhebereich (z.B. das Kinderzimmer) für das Kind definieren. Viel sinnvoller finde ich hingegen eine zeitliche Ruhe. Bei uns darf der Hund gern mit im Kinderzimmer liegen. Macht total Sinn ihn nicht von unserer sozialen Runde auszuschließen, er ist so glücklich, wenn er neben uns liegt und dabei sein darf. In der Nacht schläft er dann im Wohnzimmer.

👉 Hilfsmittel verwenden
Nutze Kindergitter, eine Hausleine oder Targets (Decke, Körbchen andere gezielte Orte), um dich mal von Kind und Hund abwenden zu können. An der Küche kann ein Trenngitter auch dabei helfen, dass dein Hund innen in Ruhe fressen kann und vom Kind nicht gestört wird. Und gleichermaßen kannst du ihn von der Küche fernhalten, wenn du gerade mühevoll die Fleischklößchen fürs Abendessen vorbereitet hast…

👉 Lieblingsspielzeuge in Sicherheit bringen
Das geht in beide Richtungen: Einerseits willst du das Lieblingsspielzeug deines Kindes vor möglicher Zerstörung (insbesondere von Welpen) schützen.
Andererseits kannst du Konflikte zwischen Kind und Hund vermeiden, indem du das Lieblingsspielzeug deines Hundes hochlegst und nur gezielt runternimmst, wenn du dabei bist und mit ihm spielst.
Aufräumen lohnt sich im Leben mit Kind und Hund jedenfalls immer.

👉 Agil und flexibel planen!
Plane deinen Tag so, dass sich Aktivitäten leicht kombinieren lassen z. B. der Hunde-Spaziergang während des Mittagsschlafs deines Kindes im Kinderwagen. Oder Gassirunden mit dem Weg zum Kindergarten oder der Schule kombinieren, so hast du die Zeit für alle genutzt, ohne das du zweimal gehen musst.

Wenn dein Kleinkind keine Lust mehr aufs Tragen oder Buggyfahren beim Hundespaziergang hat, kann es lustig werden.. Dann wird dein Hund vielleicht nervös, weil er raus muss und dein Kind zieht sich die Schuhe wieder aus, weil es keine Lust hat mitzukommen.
Wenn dein Kind schon in Betreuung ist, kann du den Spaziergang auf den späten Vormittag legen, mit der Abholung verbinden oder Spaziergang und Kind abholen nacheinander in Ruhe machen.

Generell hilft es sehr, wenn du deine Erwartungen was die organisatorische Planung angeht herunterschraubst. Denn wenn deine Organisationspläne sich dann eben doch nicht miteinander verbinden lassen, ist es eben so.
Es kostet dich sonst viel mehr Kraft deinen Plan durchzuziehen, und zum Beispiel dein schreiendes Kind zum Gassi zu bewegen, als flexibel auf die Situation zu reagieren.
Überlege dir für solche Fälle am besten einen Plan B, der genauso funktioniert. z. B. ein kürzeres Gassi, dafür später noch Spiel und Spaß im Garten statt der langen Hunderunde.


👉 Wilde Spielphasen von Kind und Hund besonders gut beobachten!
Besonders, wenn das Erregungsniveau des Hundes hoch ist, kann leichter unerwünschtes Verhalten sichtbar werden.
Ein typisches Beispiel ist das Jagdverhalten deines Hundes, das leicht ausgelöst wird, wenn Kinder sich, wie Beute, mit hektischen Bewegungen und quiekendem Geschrei verhalten.

Nach dem Spaziergang oder einer Tobephase kannst du eine Ruhe phase beginnen, indem du mit deinem Kind deinem Hund z.B. Leckerlis in die Wiese streust, die er suchen und sammeln darf. Deinem Kind kannst du danach eine ruhige Beschäftigung anbieten oder gemeinsam etwas lesen.

So bekommen alle mit, dass jetzt wieder eine ruhigere Phase losgeht.

Wichtig ist, dass dein Hund in seinem Erregungsniveau nicht in unerwünschte Verhaltensweisen kippt, du ihn also bevor er beginnt Kinderfüße zu jagen oder nach dem Ärmel zu schnappen wieder runterfährst und ihn danach an den echten Ruheort bringst.

Welche Management-Maßnahmen setzt du in deinem Haushalt mit Kind und Hund schon um? Welche könntest du noch flexibler gestalten, um mehr Entspannung hineinzubringen?


Kleines Kind mit zwei Hunden

Wovon Kinder profitieren, wenn sie mit Hund aufwachsen. 🤗🐕

Die Entscheidung, einen Hund in die Familie aufzunehmen, kann weitreichende positive Auswirkungen auf das Leben deiner Kinder haben. Hier sind einige gute Gründe, warum ein Familienhund ein wertvoller Teil des Lebens deiner Kinder sein kann.

Stärkung des Selbstbewusstseins 💪🏼😀

Insbesondere schüchterne Kinder profitieren enorm von der Interaktion mit Hunden. Sie werden über ihren Hund von außen öfter angesprochen und können trainieren Kontakt zu Menschen aufzunehmen. Die Verantwortung, die ein Hund mit sich bringt, kann auch dazu führen, dass dein Kind selbstbewusster wird. Es lernt, Entscheidungen zu treffen und für das Wohl des Tieres zu sorgen, was das Selbstwertgefühl stärkt.

Verantwortungsbewusstsein und Empathie 💕

Wir hatten es ja gerade schon. Der Umgang mit einem Hund fördert die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein. Deine Kinder lernen, dass ihr Handeln direkte Auswirkungen auf das Leben des Tieres hat. Diese Fähigkeit mit anderen Lebewesen umzugehen, in sie hineinzufühlen und auf sie einzugehen erstreckt sich oft auch auf andere Tiere und Lebensbereiche.

Angstbewältigung 👻

Ein Hund kann eine beruhigende Präsenz sein, die deinem Kind hilft, Angst abzubauen. Indem es die Verantwortung für den Hund zu kleinen Teilen mit übernimmt und ihn in verschiedenen Situationen begleitet, überwindet es häufig eigene Ängste, sei es vor Hunden oder anderen Tieren. Diese Erfahrungen fördern eine positive Einstellung zu Tieren und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Therapeutische Wirkung 🩹

Die emotionale Bindung zwischen Kindern und Hunden hat eine therapeutische Wirkung. Hunde sind bekannt dafür, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Ein Spaziergang mit dem Hund bietet nicht nur Bewegung, sondern auch eine willkommene Auszeit vom Trubel des Familienalltags. Diese Momente der Entspannung sind wichtig für die gesamte Familie.

Förderung von Bewegung und Gesundheit 🏃🏼‍♀️🏃🏼🐕🏃🏼‍♂️

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, sind in der Regel gesünder. Die regelmäßige Bewegung, die ein Hund erfordert, sorgt dafür, dass deine Kinder aktiv bleiben. Gemeinsame Spaziergänge, Spiele im Park oder einfaches Toben im Garten fördern nicht nur die körperliche Fitness, sondern tragen auch zu einem gesunden Lebensstil bei. Auch zusätzliche Keime stärken nachweislich das Immunsystem deines Kindes.

Unterstützung beim Lernen 📙

Hunde sind geduldige Zuhörer und können großartige Unterstützer beim Lesenlernen sein. Kinder fühlen sich oft wohler, wenn sie mit einem Hund lesen, da sie keine Angst vor Urteilen oder Fehlern haben. Ein Hund schafft eine entspannte Umgebung, in der das Lernen Spaß macht.

Trostspender in schwierigen Zeiten 🥲

Wenn es mal zwischen dir und deinem Kind gekracht hat oder dein Kind einen schlechten Tag hatte, kann der Hund Trost spenden. Die bedingungslose Liebe und Zuneigung eines Hundes bieten emotionale Unterstützung und helfen deinem Kind, sich wieder besser zu fühlen. Er ist einfach nur da und unterstützt mit seiner Präsenz. Dein Kind ist nicht allein und beim Kuscheln werden positiv wirkende und entspannende Hormone freigesetzt.

Entwicklung von Fähigkeiten 🤹🏼

Der Umgang mit einem Hund fördert wichtige soziale Fähigkeiten wie Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, sich zurückzunehmen. Deine Kinder lernen früh, die Grenzen des Hundes zu respektieren, Geduld zu haben, wenn der Hund mal nicht sofort gehorcht, und sie entwickeln ein Gefühl für Timing und Verantwortung.

Ein kreativer Vorwand 🐶

Und falls doch einmal etwas zu Bruch geht oder ein Missgeschick passiert, gibt es immer eine humorvolle Ausrede: „Der Hund war’s!“ Diese spielerische Herangehensweise kann dazu beitragen, Spannungen in der Familie zu lösen und die Atmosphäre aufzulockern.

Ein Hund kann eine wertvolle Ergänzung für eine Familie sein und bietet zahlreiche Vorteile für die Entwicklung deiner Kinder. Er fördert nicht nur das Selbstbewusstsein und die Empathie, sondern hilft auch, Ängste zu überwinden und Verantwortung zu lernen. Ein Familienhund ist nicht nur ein Haustier, sondern ein treuer Begleiter und Lehrer in vielen Lebensbereichen.


Stell dir vor du bist am See, gehst schwimmen und plötzlich wirst du von einem riesigen Fisch attackiert.

Was für eine Vorstellung! 😱

Ehrlich gesagt würde ich auch Panik bekommen und mir dieses „Ungeheuer“ erstmal wegwünschen…

Nachdem mehrere Badegäste im Brombachsee bei uns in Mittelfranken von einem zwei Meter langen Wels verletzt wurden, wurde der Fisch getötet.

Jetzt gibt es hitzige Diskussionen, was anders hätte laufen müssen.

Welse sind grundsätzlich keine aggressiven Tiere. Ein Wels, der seine Brutstätte verteidigt, wird, wie es die Natur bei uns meisten Lebewesen will, ihren Nachwuchs beschützen.

Und so ist es wohl gewesen.

Angst davor gebissen zu werden, kann uns schützen.

Es wird ja niemand gezwungen baden zu gehen, wo zuvor ein Mensch im Wasser gebissen wurde, oder?

Das hätte die akute Gefahr sofort behoben.

Klar, ein Hinweis, das dort laichende Welse leben, wäre sicher nützlich gewesen, aber vielleicht wusste es einfach niemand.

Doch Angst war noch nie ein guter Ratgeber!

Und doch wurde aus Angst und impulsiven Handeln das, was vielleicht überdacht werden hätte können…

Und da denke ich natürlich auch direkt wieder an unsere Hunde.

Ein Hund bellt, zieht oder knurrt und bekommt direkt den Stempel „das ist ein böser Hund“.

Lass das so nicht stehen! ☝️

Hinterfrage das Verhalten: Was steht denn hinter dem Verhalten für eine für das Tier positive Absicht?

Schutz vor Eindringlingen, wie etwa beim Wels am Brombachsee?

Abstand zu halten oder Distanz zu schaffen sind auch oft Gründe für Aggressionsverhalten beim Hund. Das hat mit gut oder böse nichts zu tun. ☝️

Wir können lernen Respekt zu haben, vor der Natur, vor den Tieren, ohne sofort mit aller Macht, die wir haben, dagegen vorzugehen, um die Gefahr, die uns droht irgendwie “wegzumachen”.

Wir sind schon weiter, vielleicht haben das manche noch nicht bemerkt.

Denn der Unterschied zwischen einem Fisch und einem Menschen ist doch eigentlich..

Wir können weiterdenken, – wenn wir wollen.

Eine kleine Atemübung / Meditation

Unbewusst kann es passieren, dass wir im Alltag gekrümmt sitzen, stehen und auch gehen.

Da deine Körperhaltung sich auf deine Psyche auswirkt – und auch anders herum Belastungen sich in deiner Körperhaltung oft widerspiegeln, ist es hilfreich sich bewusst in eine gesunde Körperhaltung zu bringen und damit auch in einen guten Zustand zu versetzen.

Gerade beim Spaziergang mit deinem Hund kannst du besonders gut die Wirkung deiner Haltung üben.

Stelle dich an einem ruhigen Ort unterwegs einmal ganz bewusst hin.

Atme erstmal tief ein und aus und beobachte einfach, wie präsent du stehst.

Ist dein Gewicht auf beide Füße gleichmäßig verteilt?

Nimm wahr, wie gerade du stehst.

Falls du bemerkst, dass dein Oberkörper sich nach vorne beugt, dann ziehe einmal deine Schultern kräftig nach hinten – Achtung, manchmal knackt es dabei. 😆

Spanne deinen Bauch an, achte auf einen geraden Rücken, ohne Hohlkreuz.

Die Knie etwas locker halten, sodass dein Gewicht von deinen Muskeln und nicht von deinen Gelenken getragen wird.

Und dann stelle dir vor, wie dein Kopf am Scheitel nach oben in den Himmel gezogen wird, ganz laaaaaangsam, wie bei einer Marionette, die an einem Faden am Kopf nach oben geführt wird.

Und dann atme so in deiner vollen Größe noch ein paar Mal tief in deinen Bauch ein und aus.

Nimm wahr, was sich verändert, wenn du in deiner vollen Größe weitergehst.

Wie reagiert dein Hund?

Diese Übung kannst du natürlich auch gleich hinter deinem Schreibtischstuhl machen.

Ich wünsche dir eine gute Zeit und fülle den Raum mit deiner vollständigen Größe! 🌷

Mehr Übungen dieser Art findest du in meinem Youtube-Kanal in der Kategorie “Coaching-Snack” in der Playlist zum Mindset fürs Hundetraining.

Willst du mehr Unterstützung erhalten? Dann komme gerne direkt in meine FB-Gruppe “Mindset fürs Hundetraining” und erhalte regelmäßig Impulse für dich, wenn die Zeit mit deinem Hund gerade herausfordernd ist.

Mehr Übungen dieser Art findest du in meinem Youtube-Kanal in der Kategorie “Coaching-Snack” in der Playlist zum Mindset fürs Hundetraining.

Willst du mehr Unterstützung erhalten? Dann komme gerne direkt in meine FB-Gruppe “Mindset fürs Hundetraining” und erhalte regelmäßig Impulse für dich, wenn die Zeit mit deinem Hund gerade herausfordernd ist.

Ich stelle immer wieder fest, dass die Umsetzung von Trainingseinheiten den Hundehalter ganz schön fordern können. Denn leider lernen auch wir Menschen schwierige Situationen mit unserem Hund neu einzuschätzen und zu bewerten.

Und so kommt es, dass wir selbst beim Anblick eines Hundes nervös werden, die Luft anhalten, angespannte Muskeln haben… (auch wenn wir das nicht wollen…)

…das wiederum merkt unser Hund… er wird noch angespannter, weil er unsere Anspannung merkt…

…und die Stress-Spirale dreht sich immer weiter hoch…

Um da wieder herauszukommen, gilt es ganz schön an sich zu arbeiten.
Die eigene Atmung bewusst einsetzen, Entspannungstechniken/Ablenkungstechniken für dich selbst nutzen und dann auch noch die Fähigkeiten erlangen, damit dein Hund umlernen kann und diese dann logischerweise auch immer und immer wieder umzusetzen.

Puh!

Und dann kommt der entscheidende Moment…

Du musst raus aus deiner Komfortzone, wo das Wachstum stattfindet; raus aus dem Modus des ständigen Vorbeifütterns und Ausweichens;
Raus aus dem Gedanken “das wird doch nie was”… -> denn sonst wird es nie was…

Stell dir vor du springst aus einem Flugzeug. Natürlich gesichert, doch springen musst du dennoch, wenn du etwas verändern willst.

Hundetraining kann dich persönlich ganz schön fordern.
Doch wenn du es wagst, wird alles entspannter für dich und deinen Hund und du bist ein ganz großes Stück gewachsen!

KUNDEN LOG-IN
Deine Adresse für fundiertes, ganzheitliches sowie freundliches und zielstrebiges Hundetraining; zugeschnitten auf Dich und Deinen Hund. Beratung und Training für alle Hundetypen. Coaching auch für Menschen, die sich aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen mit der Hundeerziehung schwertun.