Am Wochenende waren wir als Familie rodeln. Endlich Schnee!
Wie so oft mit Kind(ern) und Hund war der Weg dorthin allerdings alles andere als spontan: Zwei Kinder anziehen, den Hund satteln, den Buggy herrichten, Essen und Trinken einpacken, Mützen, Handschuhe – irgendwas fehlt ja immer. Dann liefen wir bei Sonnenschein und ein bisschen Schnee zum Rodelhang.
Dort angekommen war die Stimmung gut. Rodeln wollten allerdings nicht alle gleich viel:
Ein Kind rutschte nur ein einziges Mal, das andere überwand sich ein paar Mal und hatte dann auch richtig Spaß dabei. Der Hund wartete oben neben dem Buggy und beobachtete ruhig das Geschehen.
Als wir später wieder nach Hause gingen, kam mir ein Gedanke:
War das für das kleine Kind und für den Hund nicht langweilig? Sie hatten ja „fast nichts gemacht“.
Aber je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir:
Die beiden waren die ganze Zeit sehr beschäftigt – nur eben anders.
Es waren viele andere Familien da. Kinder rutschten den Hang hinunter, Menschen kamen und gingen, es gab Geräusche, Bewegungen, Stimmung.
Das kleine Kind beobachtete all das aus dem Buggy heraus. Der Hund saß auf seinem Platz und nahm die Umgebung aufmerksam wahr. Beide wirkten ruhig, interessiert und zufrieden. Sie warteten gelassen, bis wir wieder vorbeikamen.
Und tatsächlich:
Obwohl sie selbst kaum aktiv gerodelt oder „mitgemacht“ hatten, waren beide am Ende des Ausflugs zufrieden und ausgeglichen.
Beobachten kann fordernd sein.
Es ist keine passive Tätigkeit, auch wenn sie von außen oft so wirkt. Beim Beobachten werden Eindrücke verarbeitet, Situationen eingeschätzt, Erfahrungen gesammelt. Man lernt, ohne selbst handeln zu müssen.
Beobachten hilft dabei zu entscheiden:
– Will ich da mitmachen oder nicht?
– Ist das sicher?
– Interessiert mich das?
– Brauche ich gerade Ruhe oder Nähe?
Gerade im Alltag mit Kind und Hund haben wir häufig das Gefühl, ständig etwas anbieten, animieren oder „beschäftigen“ zu müssen.
Wir wollen, dass niemand zu kurz kommt, dass alle ausgelastet sind, dass keine Langeweile entsteht.
Dabei übersehen wir leicht, dass Beobachten bereits eine Form von Aktivität ist.
Wenn wir Kindern oder Hunden ständig vermitteln, dass Zuschauen nicht reicht, sondern dass sie etwas tun müssen, nehmen wir ihnen eine wichtige Kompetenz:
sich selbst ein Bild zu machen, Eindrücke einzuordnen und eigene Entscheidungen zu treffen.
Beobachten ist auch eine Form des Zuhörens – gegenüber der Umwelt, aber auch gegenüber sich selbst.

Ein schönes Beispiel dafür ist der Hund, der viel Zeit am Fenster verbringt.
Von außen wirkt das oft wie „nichts tun“. Tatsächlich beobachtet der Hund vielleicht seine Umgebung sehr intensiv: Menschen, Geräusche, Bewegungen, Veränderungen.
Das kann eine sinnvolle Beschäftigung sein – eine Art, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen.
Es kann aber auch zum Stressor werden.
Ein Hund, der den ganzen Tag „Wache hält“, arbeitet permanent. Auch wenn er ruhig wirkt, ist er innerlich aktiv. Dieser Dauerstress kann dazu führen, dass er in anderen Situationen schneller reagiert, ungeduldiger wird oder unerwünschtes Verhalten zeigt.
Hier lohnt sich genaues Hinsehen – nicht vorschnelles Bewerten.
Wenn du im Leben mit Kind und Hund gut beobachtest, hast du bereits die halbe Miete in der Hand.
Denn durch Beobachten kannst du:
Ob es darum geht, Verhalten beim Hund umzulenken oder gefährliche Situationen zwischen Kind und Hund zu vermeiden:
Gutes Beobachten ist oft wirksamer als schnelles Eingreifen.
Manchmal bedeutet gute Begleitung eben nicht, etwas zu tun –
sondern erst einmal genau hinzuschauen. 💛
Wenn du diesen Beitrag nochmal hören möchtest. Unter dem Titel:
“Warum Beobachten mehr als Nichtstun ist”
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️
vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Der Alltag läuft einfach durch. Von To-do zu To-do. Von Woche zu Woche.
Und irgendwo dazwischen versuchst du, dich nicht zu verlieren – obwohl du genau weißt, dass dein eigenes Tempo das ganze Familiensystem prägt.
In der Wildnispädagogik gibt es einen uralten Wegweiser, der uns hilft, wieder im Rhythmus statt im Huzzle-Modus zu leben:
Der Jahreskreis mit seinen vier Himmelsrichtungen.
Und das Beste?
Diesen Rhythmus kannst du nicht nur über das Jahr erleben –
sondern auch über den Tag, die Woche und sogar in einzelnen Projekten oder Erziehungsphasen mit Kind und Hund.
Lies hier weiter oder höre die Folge zum Thema in meinem Podcast 🎙️
Lass mich dich einmal mitnehmen:
Im Osten geht die Sonne auf.
Hier beginnt jedes neue Projekt, jede Woche, jeder Tag – und jeder Wandel in deiner Familie.
Fragen für den Osten:
Das ist der Ort für:
✨ Klarheit
✨ Ideen
✨ Visionen
✨ den Mut, neu anzufangen
Im Mama-Alltag bedeutet das:
nicht gleich losrennen, sondern erst spüren, was wirklich wichtig ist.
Der Süden ist warm, kraftvoll, voller Energie.
Jetzt geht es ins Handeln – aber bewusst, nicht im Hustle.
Im Süden darfst du:
Es ist die Phase des Tuns ohne Überfordern.
Nicht alles, aber das Wesentliche.
Der Süden erinnert dich daran:
Handeln darf leicht sein, wenn es aus der Klarheit kommt.


Der Westen ist der Ort des Reichtums.
Hier wird sichtbar, was du gesät hast.
Im Familienalltag kann das sein:
Der Westen lädt dich ein:
🌾 innezuhalten
🌾 zu genießen
🌾 das Gute wahrzunehmen
🌾 dich selbst zu feiern
Viele Mütter überspringen diesen Schritt –
doch ohne Ernte fehlt dir bald die Freude im Alltag.
Der Norden ist still.
Hier geht es um Weisheit, Integration und Regeneration.
Hier darfst du dich fragen:
Der Norden schenkt dir:
🧘♀️ Erdung
🧘♀️ Erkenntnis
🧘♀️ inneren Frieden
Und das Wichtigste:
Im Norden entsteht die Kraft für den neuen Osten.
Pause ist kein Stillstand.
Pause ist Vorbereitung.
Der Jahreskreis ist kein strenges System.
Er ist ein Fluss, der immer wieder durch alle vier Phasen geht.
So kannst du ihn im Alltag anwenden:
Am Morgen (Tagesspirale):
Für eine Woche:
Fürs Hundetraining, für Routinen mit deinem Kind, für dich selbst.
Der Jahreskreis bringt dich zurück in:
Du musst nicht schneller, perfekter oder disziplinierter werden.
Du darfst dir erlauben deinem inneren Rhythmus zu folgen.
Alles andere fügt sich.
Wenn du diese Folge nochmal als Podcast anhören möchtest, begleite ich dich am Ende der Folge noch mit ein paar Fragen durch dein neues Jahr 2026.
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️
Familienfeste wie Weihnachten, Geburtstage oder große Feiern sind für uns Menschen oft etwas Schönes. Für viele Hunde bedeuten sie jedoch einen echten Ausnahmezustand: viele Menschen, ungewohnte Geräusche, intensive Gerüche, viel Bewegung und eine hohe Erwartungshaltung. Was für uns nach Geselligkeit aussieht, kann für Hunde schnell Stress pur sein. Umso wichtiger ist es, sie achtsam, fair und vorausschauend durch solche Tage zu begleiten.
Wenn ein Hund während eines Familienfestes gestresst oder nervös umherläuft, liegt das häufig daran, dass er keinen eigenen Ruheort findet. Viele Hunde können in einem belebten Umfeld nicht selbstständig entscheiden, sich zurückzuziehen.
Hier ist es unsere Aufgabe, sie aktiv zu unterstützen, indem wir ihnen einen klar definierten Ruhebereich zuweisen – zum Beispiel mit einer vorab trainierten Decke oder einer Hundebox, möglichst abseits vom Trubel.
Auch wenn wir unseren Hund gerne mitten im Geschehen haben und er auch am liebsten immer mit dabei ist:
Er muss nicht immer dabei sein.
Gerade während der Bescherung oder beim Festessen kann es für den Hund deutlich entspannter sein, sich für eine Weile in einem Nebenraum aufzuhalten, etwa mit einer Schleckmatte. Das bringt Vorteile für alle:
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Platz des Hundes während des Essens. Ein Hund unterm Tisch wirkt harmlos, birgt aber Risiken. Dort können Essensreste herunterfallen, greift jemand plötzlich danach kann ein Hund in einem ohnehin angespannten Umfeld anders reagieren als gewohnt. Klare Platzierung statt Chaos schützt hier Mensch und Hund.

Besonders aufmerksam solltest du sein, wenn Kinder mitfeiern – vor allem, wenn mehrere Kinder zusammenkommen. An Feiertagen steigt ihr Erregungsniveau oft schnell. Typische Auslöser für Hunde sind:
Viele Hunde fahren in solchen Situationen mit hoch, können ins Jagdverhalten kippen oder durch den Lärm ins Bellen geraten.
Hier gilt: lieber zu früh als zu spät eingreifen und Kind und Hund bewusst trennen, bevor sich die Situation zuspitzt.
Sind zusätzlich andere Hunde zu Besuch, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Beziehung der Tiere. Selbst Hunde, die sich normalerweise gut verstehen, können in einem belebten Umfeld neue Dynamiken entwickeln. Besonders kritisch sind:
Hilfreich ist es, die Hunde klar getrennt zu platzieren, zum Beispiel auf eigenen Decken oder mit etwas Abstand, und die Situationen aufmerksam zu begleiten – insbesondere, wenn Kinder in der Nähe sind.
Ein typischer Feiertagsfall ist auch der Hund, der Kinder nicht gewohnt ist, etwa bei Oma und Opa. Beobachte hier genau, wie gut der Hund mit dem erhöhten Stress umgehen kann und wie er auf dein Kind reagiert. Begegnungen zwischen Kind und einem Hund, der Kinder nicht gewöhnt ist, solltest du besser bewusst steuern und nicht dem Zufall überlassen.
Ein ganz zentraler Punkt ist, die Erwartungen an den Hund realistisch zu halten. Familienfeste sind keine Trainingstage. Dein Hund muss nichts „aushalten“, nichts „lernen“ und nicht funktionieren. Management schlägt Training. Dazu gehören:
All das ist kein “es geht nicht anders”, sondern Ausdruck von Fürsorge.
Hilfreich ist es außerdem, schon vor dem Fest für Entspannung und Auslastung deines Hundes zu sorgen. Bewährt haben sich:
So startet dein Hund mit einem niedrigeren Stresslevel in den Tag.
Ebenso wichtig sind klare Regeln für Gäste und Kinder. Viele Konflikte entstehen aus Unwissenheit. Klare Absprachen helfen, etwa:
Und schließlich: Nimm die Stresssignale deines Hundes ernst. Typische Anzeichen sind:
Werte diese Ausdruckssignale deines Hunde als (völlig unpersönlich zu nehmende) Kommunikation. Strafen sind hier nicht angebracht, das sie den Stress deines Hundes nur noch weiter erhöhen.👆
Trennung ist in solchen Momenten keine Überreaktion, sondern Prävention und kann dazu beitragen, das dein Hund sich wieder entspannen kann.
Entspannung entsteht nicht durch „Augen zu und durch“, sondern durch achtsames Management und klare Entscheidungen. So werden Familienfeste fairer, sicherer und entspannter – für Menschen und Hunde gleichermaßen.
🎙️Höre diesen Beitrag hier als Podcastfolge
Kennst du dieses Gefühl, ständig zu rennen – körperlich oder innerlich? Immer auf dem Sprung, die Gedanken schon beim nächsten To-do? Dieses Hustlen, dieses dauerhafte Funktionieren, hinterlässt Spuren.
Nicht nur in dir.
Es prägt auch dein Kind und deinen Hund – oft viel stärker, als wir im hektischen Alltag wahrnehmen.
Heute möchte ich dir zeigen, warum das so ist, woran du es erkennst und was du sofort tun kannst, um wieder Ruhe in eure Familie zu bringen.
Hustlen bedeutet ständige Alarmbereitschaft, keine echten Pausen, immer Druck, immer Tempo. Ein Nervensystem, das einfach nicht mehr zur Ruhe kommt. Und auch wenn du versuchst, dir nichts anmerken zu lassen – dein Umfeld spürt es. Immer.
Hunde lesen uns wie ein offenes Buch. Sie nehmen unser Tempo, unsere Atmung, unsere Anspannung auf und reagieren darauf. Vielleicht wird dein Hund unruhiger, hört schlechter, zieht mehr an der Leine oder wirkt unsicherer.
Und auch Kinder spiegeln uns – unmittelbar. Ich erinnere mich gut daran, wie meine Tochter im Kindergarten den Spitznamen „Fräulein Huddel“ bekam. Nicht, weil sie so ein Kind ist. Sondern weil sie mein damaliges Tempo übernommen hatte.
Wenn Mama hustelt, passiert bei Kindern schnell: weniger Ruhe, mehr Lautstärke, weniger Regulation, mehr Anhänglichkeit. Sie brauchen dann genau das, was du selbst bräuchtest: Co-Regulation.
Unter Druck geraten Kind und Hund oft automatisch in Konkurrenz um deine Aufmerksamkeit. Mehr Ziehen, mehr Quietschen, mehr Anspringen, mehr Bedarf. Und du stehst da, erschöpft, im Versuch, es allen recht zu machen – doch alle drei Nervensysteme bleiben oben.
Das hat nichts mit Versagen zu tun.
Das ist Biologie. 👆
Denn sowohl Kinder als auch Hunde regulieren sich über dich. Wenn du ruhiger wirst, werden sie ruhiger. Wenn du im Hustle bist, ziehen sie mit hoch. Du bist der emotionale Taktgeber eures Familie.
Das Gute ist, dass du dich selbst beeinflussen kannst und darüber auch dein gesamtes Familien-Umfeld mitnehmen kannst.💫
Woran du merkst, dass dein Hustlen wirkt? Vielleicht daran, dass dein Hund hibbeliger oder unsicher wird, dein Kind lauter oder anhänglicher, der Alltag chaotischer erscheint. Vielleicht spürst du, dass du dich nur noch „gebraucht“ fühlst oder dass kleine Situationen viel schneller eskalieren. All das sind Zeichen dafür, dass die Systeme überlastet sind.
Wichtig ist zu verstehen, dass du daran keine Schuld trägst!
Der gesellschaftliche Druck, die Erwartungen an „funktionierende Mütter“, fehlende Pausen – all das trägt dazu bei, dass viele von uns dauerhaft angespannt sind. Niemand bringt uns bei, wie wichtig unser gesundes Nervensystem dabei wirklich ist.

Doch du kannst es lernen.
Eine einfache Soforthilfe ist die 4-7-8-Atemübung: vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, acht Sekunden ausatmen – drei bis vier Wiederholungen reichen. In weniger als zwei Minuten sinkt dein Puls, dein Kopf wird klarer, dein Hund spürt sofort die Entspannung und dein Kind findet leichter in die Co-Regulation.
Vielleicht nimmst du heute eine Erkenntnis mit: Dein Zustand beeinflusst dein gesamtes Familiensystem – stärker als jede Hundetrainingsmethode oder Erziehungstechnik.
Wenn du ruhiger wirst, wird alles leichter.
Erkennst du, wie wichtig du bist?
Wenn du bewusst wahrnimmst, was los ist, kannst du Veränderungen bewirken.
Und dafür darf dein Nervensystem zuerst zur Ruhe kommen.
Der Alltag mit Kind und Hund darf leichter sein.
Wenn du dich durch die Atemübung einmal führen lassen möchtest, höre die Folge zu diesem Blogbeitrag in meinem Podcast “Familienglück mit Hundepfoten”.
Oft erlebe ich, dass HundehalterInnen gar nicht so viel mit ihren Hunden spielen, wie sie vielleicht dachten.
Denn häufig handelt es sich vielleicht für den Menschen für eine lustige Spielerei, die für den Hund allerdings sehr anstrengend ist!
Beispiele:
– Dem Hund werden Leckerchen auf die Pfoten gelegt, die er erst nehmen darf, sobald das Frauchen die Freigabe gibt. -> kein Spiel
– Der Hund muss warten, bevor er zum Spielzeug laufen darf. -> kein Spiel
– Das Spiel, dass eben noch lustig war, wird abrupt und mit strenger Stimme plötzlich abgebrochen und das Spielzeug weggenommen -> Kein so tolles Spielende und Frust vorprogrammiert
Statt Anspannung und Frust darfst du es dir erlauben mit deinem Hund einfach so herumzualbern, Spielzeug zu werfen, dem er direkt nachsausen darf und ihm das Spielzeug am Ende des Spiels sogar überlassen.
Davon einem Hund Spielzeug zu werfen wird oft abgeraten, weil angeblich der Jagdtrieb dadurch erhöht wird. Doch tatsächlich ist es so, dass wenn dein Hund genetisch zur Jagd gemacht ist, dann wird es das Ballspielen mit dir auch nicht verschlimmern, und wenn er wenig jagdlich ambitioniert ist, wird es das Spiel mit dir auch nicht verschlimmern.
Im Gegenteil, du kannst mit dem gemeinsamen Wurfspiel das Bedürfnis zu jagen ein Stück weit sättigen und umlenken, sodass deinem Hund damit eine Ersatzhandlung für jagdliche Bedürfnisse geschaffen wird. So ist das Bedürfnis zu Jagen in anderen Kontexten weniger stark ausgeprägt.
Am Ende sinkt mit der Bedürfnisbefriedigung des Austobens beim Zerren, Fangen und Rennen auch der Frust deines Hundes, nicht jagen gehen zu können, weil er das Verhalten an anderer Stelle ausleben darf.
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Auch körperliches Spiel mit dir, also gemeinsames Rennen oder Herumtollen auf dem Boden kann funktionieren. Wichtig hierbei ist, das du darauf achtest, dass das Erregungsniveau deines Hundes auf einem entspannten Level bleibt und er nicht lernt dir “lustig” in Hände, Arme oder Beine zu schnappen. In diesem Fall solltest du ein Spieltau dazunehmen, sonst kann es sein, das dir dein Vierbeiner irgendwann am Ärmel hängt!
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Bei Rassen, wie einem Rottweiler, kann sich solch ein Verhalten tendenziell eher herausbilden, als bei einem ShiTzu, also überlege, was sich für euch beide am besten für ein Spiel eignet.
Ein Spielabschluss kann dann sein, das du deinen Hund langsam herunterfährst und dann am Ende mit ihm das Spielzeug gegen ein Leckerli tauschst oder ihm einfach eine kleine Handvoll Leckerlis in die Wiese wirfst. So kann dein Hund beim Aufsammeln noch etwas herunterkommen, bevor ihr weitergeht. Eine super Ortsberuhigung. So kannst du Frust beim Spielabschluss vermeiden und deinen Hund gezielt wieder in eine niedrigere Erregungslage holen, bevor ihr weitergeht.
Wie spielst du mit deinem Hund?

(Kommunikation zwischen Menschen und zwischen Mensch und Hund)
“Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag.”
Solche und ähnliche Sätze erhalte ich immer wieder per PN auf Facebook von Menschen, die ich nicht kenne.
Auch nicht auf Facebook kenne…
Das finde ich komisch, du auch?
Ich meine, “ich hoffe, du hast einen schönen Tag”, das sage ich zu meinem Mann, wenn er morgens aus der Tür geht oder vielleicht zu einer Bekannten beim Kindergarten, wenn wir in der Früh kurz gequatscht haben und dann auseinander gehen.
Doch es würde mir nicht einfallen einer fremden Person beim Einkaufen oder auf der Straße grundlos zu sagen: “Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag.”
Also das heißt natürlich nicht, das ich der fremden Person keinen guten Tag wünsche, sondern es ist meines Erachtens in so einem Moment einfach nicht angebracht, so etwas zu sagen.
Siehst du das genauso?
Und dann überlege ich weiter, denn manchmal nähern sich fremde Personen meinem Hund, schauen ihn direkt an, grinsen, beugen sich über ihn und strecken dann auch noch die Hand nach ihm aus.
-> Das mögen Hunde tendenziell alles nicht!
Und meine Ayla ist ja kein Hund, die ist ja ein Pudel und dann macht die einmal ganz laut “Wuff”…!
Ist irgendwie doof, denn dann bekomme ich das Gefühl ich müsste das Verhalten meines Hundes erklären, doch im Grunde ist diese Annäherung des Menschen gegenüber meinem Hund genauso übergriffig, wie das “Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag” eines Fremden gegenüber mir.
Irgendwie nicht unhöflich, aber dennoch schlicht und ergreifend unangebracht. Vor allem dann, wenn zuvor nicht ein einziger Wortwechsel zwischen den Personen oder eine einzige hundefreundliche Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Hund stattfand.
Wenn ich dann doch mal mit jemandem an der Bäckertheke ins Gespräch komme, weil ich einer alten Dame eine Münze aufhebe, dann kann es sein, dass wir uns schon wieder anders unterhalten.
Und vielleicht würde es dann am Ende eines kurzen SmallTalks fallen, das “Ich hoffe, Sie haben noch einen schönen Tag.”
Und wenn du das nächste Mal mit einem Bekannten zusammensitzt, den dein Hund noch nicht kennt und dein Hund kann beobachten, wie der Mensch sich so verhält, ob er hektisch, ruhig, laut oder leise ist, bevor der Mensch den Hund begrüßt, ja dann bekommst du vielleicht auch eine Annäherung des Hundes in Form von “ich schnuppere mal und denke du bist okay”.
Und wenn es richtig gut klappt bekommst du es dann auch von einem Pudel, das “Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag.”

Summationseffekte entstehen immer dann, wenn mehrere kleine Dinge zusammenkommen, die zu einem Verhaltensproblem deines Hundes führen können bzw. zu Problemen im Alltag führen, die für uns Menschen im Zusammenleben erheblich anstrengen können.
Das mit der Mathematik ist ja nicht immer so einfach…
Manchmal ist es so, dass wir uns beim Rechnen einfach vertun.
So ist es auch hin und wieder bei der Einschätzung der Dynamiken, wenn mehrere Lebewesen im Haushalt sind.
Wenn du beispielsweise einen Hund und ein Kind im Haushalt hast, dann kümmerst du dich nicht nur um
1 Hund und um 1 Kind, – was schon völlig genug ist…,
sondern auch noch um den Klamauk zwischen diesen beiden Wesen.
Der Hund kann Spielzeug des Kindes zerstören.
Das Kind kann dem Hund den Knochen wegnehmen.
Der Hund kann das Kind jagen, wenn es kreischend umherrennt.
Das Kind kann den Hund bespaßen, bis er völlig überdreht ist.
Bei zwei Hunden, sieht es ähnlich aus.
Hund 1 hat Bedürfnisse, beispielsweise älterer Hund, der ein großes Bedürfnis nach Ruhe hat, wenig Auslauf braucht und gerne viel in deiner Nähe ist.
Hund 2 hat Bedürfnisse, beispielsweise ein junger Hund, der einen großen Bewegungsdrang hat, noch viel Training braucht und Ruhe noch lernen darf.
Die Hunde untereinander haben eine Beziehung und jeder Hund hat zu dir eine Beziehung.
Hund 1 will vielleicht mit dir kuscheln und seine Ruhe haben, während Hund 2 genau das Gegenteil will, nämlich rausgehen und die Welt erkunden.
Hund 1 wird von Hund 2 in seiner Ruhe gestört. Hund 2 bekommt vielleicht zu wenig Auslauf, weil Hund 1 nicht mehr so lange Spaziergänge mitmacht.
Vielleicht ist es auch ganz anders und Hund 1 und Hund 2 passen dermaßen gut zueinander, dass du das Gefühl entwickelst, außen vor zu sein.
Und ja, dann am Ende gibt es auch noch DICH!
Was hast du für Bedürfnisse im Alltag und in deinem Leben? Wie belastbar bist du?
Vieles lässt sich mit Management gut in den Griff bekommen. Doch 24/7 auf Hab Acht Stellung zu sein, kann auch echt anstrengen. Auch das Thema Zeit bekommt eine ganz neue Bedeutung, wenn du dich um mehrere Wesen kümmerst, die deine Aufmerksamkeit benötigen.


Jede Phase geht zum Glück auch wieder vorüber und dennoch weiß ich, wie viele Hundemenschen sich gerade im Alltag abplagen, wenn neben dem „normalen“ Lebensalltag mit Kind und Kegel auch noch eine Herausforderung mit Hund hinzukommt. Egal, ob es dann Hundebegegnungen, Trennungsangst oder einfach entspanntes Gehen an der Leine oder der Rückruf sind.
Es kann echt schwer sein, alles im Blick zu behalten.
Auch mit dem besten Management wird dann doch mal ein Spielzeug geschrottet oder die Fleischküchle vom Tisch gestohlen.
Am besten und einfachsten ist es, wenn
– das Kind Freude am Üben und „richtigem“ Spiel mit dem Hund hat.
– der Hund gern mit dem Kind kuschelt.
– der Knochen einfach von niemandem weggenommen wird und
– das Kinder-Spielzeug am Abend ordentlich weggeräumt ist.
So klappt das dann schon.
Du darfst nur nicht erwarten, dass es immer leicht sein wird.
Oder die Frage:
Bedeutet positiv verstärkendes Hundetraining = Leckerlis geben?
Hast du es schon mitbekommen oder war es für dich vielleicht schon immer so, dass du deinen Hund ungern mit Leckerlis trainierst?
Für mich war es immer selbstverständlich meinen Hund mit Leckerlis zu motivieren und zu belohnen.
(Letztendlich würden wir vermutlich auch nicht tagtäglich Zeit und Energie in die Arbeit geben, wenn am Ende des Monats nicht noch ein Energieausgleich dabei herausspringt, oder?)
Dennoch gibt es zum Thema „Leckerlibelohnung“ immer wieder Hundehalter*innen, die Kritik äußern:

Für manche Hundehalter*in ist es sogar lästig oder gar peinlich auch noch so einen lächerlichen Futterbeutel an der Hose zu tragen…
Ist das bei dir auch so?
Wichtig ist natürlich deinen Hund nicht einfach wahllos und ohne Plan irgendwie ständig Leckerlis zu geben. Auch sollten diese dann nicht so groß sein, dass dein Hund nach einer Übung fast platzt und du eine Mahlzeit weglassen musst, damit er nicht aufgeht, wie ein Hefekloß…
Gezielter, zweckmäßiger Einsatz von Leckerlis ist jedoch sehr wertvoll, die Vorteile von Leckerlis sind u.a.:
Vorangestellt beantworte dir diese Frage: „Was will mein Hund mit seinem Verhalten erreichen?“.
Das heißt, nicht das Leckerli steht im Vordergrund, sondern Ziel und Zweck des Verhaltens deines Hundes.
So kannst du im „positiven Hundetraining“ z.B. belohnen mit
Leckerlis bauen dir beim Training oft eine Brücke und du kannst Futterbelohnung als Motivation, Lockmittel, Belohnung und auch als ein praktisches Hilfsmittel sehen, damit dein Hund neue Verhaltensweisen gut lernen kann.
Und wenn dein Hund das Verhalten kann, dann baust du die Leckerlis einfach wieder ab.
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