Die gute Nachricht: Im Hochsommer musst du deinen Hund nicht permanent beschäftigen. Im Gegenteil, Ruhe ist oft genau das Richtige. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ihr entspannt durch heiße Tage kommt, welche Beschäftigungen wirklich sinnvoll sind und worauf du im Sommer unbedingt achten solltest.
Viele Hundehalter haben das Gefühl, ihren Hund täglich auslasten zu müssen. Doch bei Temperaturen über 30 Grad gelten andere Regeln!
Dein Hund braucht in dieser Zeit keine langen Spaziergänge oder aufwendigen Beschäftigungsprogramme. Sein Körper arbeitet bereits auf Hochtouren, um die Temperatur zu regulieren. Zusätzliche Bewegung kostet unnötig Energie und heizt noch dazu auf…
Plane deshalb längere Spaziergänge lieber in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend. Über die Mittagszeit reicht meist eine kurze Runde zum Lösen völlig aus.
Und wenn dein Hund den Rest des Tages verschläft? Perfekt. Genau das sollte er tun.
Hunde wissen meist selbst sehr genau, wo sie sich am wohlsten fühlen.
Statt deinen Hund auf eine Kühlmatte oder ein feuchtes Handtuch zu schicken, lohnt es sich oft, ihm einfach Zugang zu den kühlsten Räumen im Haus zu ermöglichen.
Viele Hunde bevorzugen:
Lass deinen Hund selbst entscheiden, wo er sich entspannen möchte.
Natürlich darf dein Hund auch im Sommer kleine Aufgaben bekommen. Allerdings sollten diese ruhig, kühlend und wenig aufregend sein.
Gut geeignet sind zum Beispiel:
Schlecken wirkt auf viele Hunde beruhigend und beschäftigt sie gleichzeitig, ohne sie körperlich zu fordern.
Gerade Familien können diese Beschäftigungen wunderbar gemeinsam vorbereiten.
Kinder können dabei helfen,
So entsteht eine schöne gemeinsame Aktivität, bei der sowohl Kind als auch Hund eingebunden werden.
Eine Idee, die sich bei uns bewährt hat:
An besonders heißen Tagen verstecke ich Leckerlis im Keller.
Dort ist es deutlich kühler als draußen und gleichzeitig bietet die ungewohnte Umgebung viele spannende Gerüche.
Schon eine kleine Suchaufgabe reicht oft völlig aus und ist deutlich angenehmer als Training in der prallen Sonne.
Viele Hunde trinken im Sommer zu wenig.
Du kannst das Wasser interessanter machen, indem du beispielsweise etwas ungewürzte Fleischbrühe oder einen kleinen Schuss Buttermilch hinzugibst.
Gerade ältere Hunde profitieren oft davon, wenn sie dadurch etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Einer der wichtigsten Punkte überhaupt:
Lass deinen Hund im Sommer niemals im Auto zurück!
Schon bei angenehm wirkenden Außentemperaturen heizt sich das Fahrzeug innerhalb weniger Minuten gefährlich auf.

Für Hunde wird das schnell lebensbedrohlich, weil sie ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Hecheln regulieren können!
Dasselbe gilt selbstverständlich auch für Kinder!!
Auch wenn der Einkauf nur kurz dauert: Hund und Kind gehören bei sommerlichen Temperaturen niemals allein ins Auto.
Ein Planschbecken im Garten oder ein Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch sorgen bei vielen Hunden und Kindern für große Freude.
Behalte dabei jedoch immer das Erregungsniveau im Blick.
Manche Hunde werden durch Wasser sehr aufgeregt und können ein kleines Kind im Spiel unbeabsichtigt umrempeln.
Deshalb gilt:
Je wilder das Spiel wird, desto wichtiger ist deine Begleitung!
Auch der Untergrund wird im Sommer schnell zur Herausforderung.
Asphalt kann sich so stark aufheizen, dass Pfoten verletzt werden.
Wenn möglich:
Hundeschuhe oder Pfotenschutz können im Ausnahmefall sinnvoll sein. Noch besser ist es jedoch, heiße Wege möglichst ganz zu vermeiden.
Der Sommer darf für deinen Hund vor allem eines sein: entspannt.
Nicht jede Minute muss mit Beschäftigung gefüllt werden. Oft sind Ruhe, ein kühler Liegeplatz, ausreichend Wasser und ein gefrorener Kong genau das, was dein Hund an heißen Tagen braucht.
Mit ein wenig Planung, Spaziergängen zu den richtigen Uhrzeiten und einem wachsamen Blick auf mögliche Gefahren wie heißes Auto oder heißen Asphalt steht einem entspannten Sommer mit Kind und Hund nichts im Weg.
>> Höre die Folge hier auf Spotify in meinem Podcast: “Familienglück mit Hundepfoten”
Vor Kurzem hat ein tragischer Vorfall viele Menschen erschüttert: Eine 4-Jährige kam nach einem Hundebiss ums Leben.
Als Mama einer dreijährigen Tochter und Hundetrainerin hat mich diese Nachricht sehr bewegt. Gleichzeitig möchte ich diesen Fall nicht analysieren oder darüber spekulieren, was genau passiert ist. Das wissen nur die Beteiligten.
Viel wichtiger ist für mich die Frage:
Was können wir tun, damit Hund und Kind sicher miteinander leben können und solche Situationen möglichst gar nicht erst entstehen?
Die gute Nachricht ist: Sicherheit beginnt nicht mit einem komplizierten Trainingsplan. Sie beginnt mit einem gut durchdachten Alltag.
Viele Menschen glauben, schwere Beißvorfälle passieren nur mit “aggressiven” Hunden.
Die Realität ist häufig deutlich komplexer.
Hunde kommunizieren ständig. Sie zeigen Unwohlsein, Stress oder den Wunsch nach Abstand oft lange, bevor sie knurren oder sogar beißen.
Gleichzeitig handeln Kleinkinder völlig altersgerecht: Sie krabbeln, rennen, schreien, fallen hin und möchten den Hund anfassen.
Das Problem entsteht häufig dann, wenn beide ohne ausreichende Begleitung oder Rückzugsmöglichkeiten aufeinandertreffen.
Deshalb ist gutes Management kein Zeichen von Misstrauen gegenüber dem Hund, sondern verantwortungsvolles Handeln.
Der wichtigste Schritt ist überraschend einfach:
Sowohl dein Hund als auch dein Kind brauchen Bereiche, in denen sie sich wirklich sicher fühlen und verhalten können.
Dein Hund sollte einen festen Rückzugsort haben, an dem er garantiert nicht gestört wird. Das kann ein separates Zimmer, eine Box oder ein mit einem Kindergitter abgesicherter Bereich sein.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll das sein kann. Als mein älteres Kind im Kleinkindalter war, hatten meine Junghunde (in Ausbildung zum Blindenführhund) eine große Gitterbox als Rückzugsort.
Das Spannende war: Viele Hunde liefen freiwillig in die Box, sobald ich sie öffnete.
Sie wussten genau, dass sie dort wirklich ihre Ruhe hatten. Und dort entspannten sie dann wirklich sehr viel tiefer.
Manchmal hilft auch ein Kausnack oder einer Schleckmatte um das Entspannen zu unterstützen.
Genauso wichtig ist ein sicherer Spielbereich für dein Kind. Gerade Kleinkinder bewegen sich unkoordiniert und erkunden ihre Umwelt ständig. Ein abgegrenzter Bereich verhindert, dass sie unbeaufsichtigt zum Hund gelangen.
Regeln schaffen Sicherheit, für alle Beteiligten.
Überlege dir drei bis fünf Grundregeln, die in eurer Familie immer gelten.
Zum Beispiel:
Gerade kleine Kinder können diese Regeln natürlich noch nicht immer zuverlässig einhalten. Deshalb liegt die Verantwortung immer bei uns Erwachsenen.
Jede Familie hat ihre eigenen Herausforderungen.
Frage dich einmal:
Vielleicht ist es Besuch. Das Abendchaos. Oder die wilden fünf Minuten deines Kindes?
Genau in diesen Momenten lohnt es sich, Hund und Kind lieber kurz räumlich zu trennen.
Das ist keine Einschränkung. Es ist gute Vorsorge!
Hunde senden oft schon sehr früh Signale, wenn ihnen eine Situation unangenehm wird.
Achte unter anderem auf:
Knurren ist dabei keine Boshaftigkeit.
Im Gegenteil.
Es ist Kommunikation.
Der Hund sagt damit: “Bitte schaffe Abstand.”
Je früher wir die feinen Signale erkennen, desto seltener kommt es überhaupt zu einer Eskalation.
Natürlich spielt Training ebenfalls eine wichtige Rolle.
Ein Hund kann lernen, ruhiger mit Bewegungen, Geräuschen und der Anwesenheit von Kindern umzugehen.
Doch Training ersetzt niemals ein gutes Management !!
Der sicherste Alltag entsteht immer aus beiden Bausteinen:
✔ Schaffe feste Rückzugsorte für deinen Hund und sichere Spielbereiche für dein Kind.
✔ Lege klare Regeln für euren Alltag fest.
✔ Lerne die Körpersprache deines Hundes kennen und erkenne kritische Situationen frühzeitig.
Diese drei Schritte wirken vielleicht einfach.
In der Praxis machen sie jedoch oft den entscheidenden Unterschied.
Wenn du dir mehr Sicherheit im Zusammenleben von Hund und Kind wünschst, habe ich einen kostenlosen Sicherheits-Guide erstellt.
Darin findest du die wichtigsten Grundlagen noch einmal übersichtlich zusammengefasst und kannst direkt überprüfen, welche Bereiche ihr in eurem Alltag bereits gut umgesetzt habt und wo noch Verbesserungspotenzial besteht.
Schreib mir einfach eine Nachricht oder kommentiere den Podcast, dann sende ich dir den Guide kostenlos zu.
Denn jedes vermiedene Risiko schützt nicht nur dein Kind, sondern auch deinen Hund.
>> Höre die Folge hier auf Spotify in meinem Podcast: “Familienglück mit Hundepfoten”
Camping mit Kind und Hund klingt nach Freiheit Natur und unvergesslichen Familienmomenten. Und ja genau das kann es auch sein. Aber es bringt auch einige Herausforderungen mit sich die man vorher unbedingt bedenken sollte.
Ich war vor Kurzem alleine mit meinen zwei Kindern und unserer Pudelhündin Ayla für drei Tage campen. Kein langer Urlaub sondern eher ein kleiner Testlauf. Und ich kann sagen: Es war wunderschön und gleichzeitig sehr lehrreich.
Unser Campingplatz hatte einiges zu bieten einen Streichelzoo mit Ponys, Ziegen, Schafen Hühnern und Hasen einen Spielplatz, einen Kletterberg, einen Badesee und sogar eine Spielhalle.
Für die Kinder war das ein absolutes Paradies.
Was ich vorher allerdings unterschätzt habe war die freie Platzwahl. Jeder konnte sich hinstellen wo er wollte, ohne klare Abgrenzungen.
Was entspannt klingt, kann für Hunde schnell stressig werden.
Denn ohne klare Grenzen ist auch für den Hund nicht eindeutig was eigentlich sein Bereich ist. Gerade Hunde mit einem gewissen Territorialverhalten oder Unsicherheit im Kontakt mit Fremden brauchen hier mehr Orientierung.
Ein besonderes Thema war der Streichelzoo. Ayla war zwar grundsätzlich schon mal mit dabei gewesen aber diesmal war die Situation schwieriger. Ein Schafbock lief immer wieder frei herum, was auch für die Menschen schon teilweise eine Herausforderung war…
Man hat deutlich gemerkt Ayla war angespannt.
Da ich gleichzeitig auch meine Kinder im Blick haben musste, war für mich klar: Sicherheit geht vor.
Ayla blieb während unserer Besuche beim Streichelzoo am Platz an einer langen Leine mit ausreichend Schatten, Wasser und Ruhe. Und das hat erstaunlich gut funktioniert.
Auf dem Campingplatz gab es einen freilaufenden Platzhund. Freundlich neugierig aber eben ständig präsent.
Er kam auch mal zu unserem Platz interessierte sich für den Futternapf und wollte Kontakt aufnehmen.
Ayla fand das gar nicht gut.
Sie hat klar kommuniziert und geknurrt und der andere Hund hat das respektiert und hat sich getrollt… zum Glück. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl, weil solche Situationen schwer kontrollierbar sind.
Eine besonders herausfordernde Situation. Andere Kinder haben mit diesem Hund gespielt direkt vor unserer Nase.
Bälle werfen, rennen, Action.
Und Ayla stand daneben an der Leine.
Das hat bei ihr Frust ausgelöst Sie wollte mitmachen gleichzeitig aber keinen fremden Hund in ihrer Nähe haben.
Meine Lösung war, dass ich sie in solchen Momenten ins Zelt geholt habe, wo sie einen Sichtschutz hatte und runterfahren konnte. Das hat ihr sehr geholfen.
Was ich deutlich gemerkt habe. Wenn du alleine mit Kindern und Hund unterwegs bist, brauchst du einen Plan.
Du bist ständig am Organisieren.
Wer braucht gerade Aufmerksamkeit.
Kann der Hund mit oder gerade besser nicht?
Ist die Situation sicher?
Wo kann der Hund entspannen?
Ein echter Gamechanger war für mich ein ruhiger Rückzugsort im Auto. Ich habe den Kofferraum mit einer Decke ausgestattet sodass Ayla dort entspannt liegen konnte.
Das hat ihr deutlich mehr Ruhe gegeben als draußen alles im Blick behalten zu müssen.
Grundsätzlich ist beim Camping mit Hund die Temperatur ein entscheidender Faktor!
Bei mildem Wetter ist vieles machbar. Bei Hitze wird Camping mit Hund schnell schwierig, vor allem wenn keine sicheren kühlen Rückzugsorte vorhanden sind!!
Ein paar Dinge würde ich definitiv anpassen.
Einen Campingplatz mit festen Parzellen wählen.
Eine Stoffbox als klaren Rückzugsort mitnehmen. Ich hatte meine feste Box aus Platzgründen zuhause gelassen und nur eine Decke für Ayla mitgenommen.
Noch gezielter Ruhezeiten einplanen. Vorab genauer prüfen wie hundefreundlich der Platz wirklich ist.
So schön Camping auch ist, – ich habe in meiner Kindheit nur gecampt, ich habe für mich gemerkt:
Für kurze Trips ist es ideal.
Für längere Urlaube bevorzuge ich persönlich eine Ferienwohnung.
Warum?
Weil der Hund dort wirklich zur Ruhe kommen kann.
Unternehmungen ohne Hund entspannter machbar sind.
Und weil insgesamt weniger unkontrollierbare Faktoren im Spiel sind.
Camping mit Kind und Hund kann eine wunderbare Erfahrung sein, wenn man gut vorbereitet ist und die Bedürfnisse aller im Blick behält.
Nicht jeder Hund fühlt sich in einem offenen reizintensiven Umfeld wohl. Und das ist völlig in Ordnung.
Unsere drei Tage waren haben uns insgesamt sehr gut gefallen und Spaß gemacht.
Und genau darum geht es Erfahrungen sammeln, anpassen und den eigenen Weg finden.
Wenn du mit deinem Hund campen möchtest überlege dir vorher gut:
Passt das wirklich zu deinem Hund und zu dir?
Und wenn du jetzt schon merkst, dass du allein beim Lesen dieses Beitrags eine Auszeit brauchst, dann hole dir doch einfach meinen kostenlosen 10-Minuten-Reset und entspanne dich mit Kind und Hund.
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Du hast Besuch eingeladen und eigentlich freust du dich darauf.
Doch kaum klingelt es, wird dein Hund unruhig, springt hoch oder kommt nicht zur Ruhe.
Während du versuchst, alles im Blick zu behalten Kinder, Gespräche und deine Rolle als Gastgeberin entsteht plötzlich Stress.
Gerade im Alltag mit Hund und Familie ist Besuch eine der Situationen, die schnell anstrengend werden können.
In diesem Artikel erfährst du, warum dein Hund bei Besuch oft unruhig wird und was du konkret tun kannst, damit es für alle entspannter wird.
Wenn dein Hund bei Besuch aufdreht, ist das kein Zufall.
Für ihn bedeutet Besuch:
🌿neue Gerüche
🌿neue Menschen
🌿mehr Bewegung und Lautstärke
🌿ungewohnte Dynamik im Zuhause
Gerade Familienhunde, die ohnehin viele Reize im Alltag erleben, reagieren darauf oft mit Aufregung oder Unsicherheit.
Das kann sich äußern in Hinterherlaufen oder Bellen.
Wichtig ist zu verstehen, das dein Hund das nicht absichtlich macht, sondern auf Stress oder Überforderung reagiert.
Viele Mütter kennen genau diese Situation.
Du willst, dass sich alle wohlfühlen.
Du möchtest deinem Hund gerecht werden.
Und gleichzeitig läuft der Familienalltag weiter.
Das Problem ist, das du oft diejenige bist, die alles gleichzeitig reguliert.
Kinder im Blick behalten, höfliche Gespräche führen, Hund begleiten, Stimmung halten
Genau deshalb fühlt sich Besuch mit Hund oft doppelt stressig an!
Eine häufige Frage ist, wohin mit dem Hund, wenn Besuch kommt?
Es gibt nicht die eine richtige Lösung sondern die passende für deine Situation.
Wenn dein Hund gelernt hat zur Ruhe zu kommen, kann er ganz normal Teil der Situation sein, ohne im Mittelpunkt stehen zu müssen.
Ein klar definierter Ruheplatz wie ein Körbchen oder ein eigenes Zimmer oder unterwegs eine Decke oder Leine können sehr helfen, wenn dein Hund bei Besuch nicht zur Ruhe kommt.
Bei viel Trubel oder unsicheren Gästen kann es sinnvoll sein, den Hund vorübergehend aus der Situation zu nehmen. Das ist keine Strafe, sondern eine Form von Stressmanagement.
Wenn dein Hund bei Gästen gestresst ist, liegt es oft an kleinen Dingen.
🐕Keine klare Struktur
🐕zu viel Aufmerksamkeit auf den Hund
🐕ständiges Korrigieren statt klarer Orientierung
🐕wenn Besuch nicht vorbereitet wird.
Das führt dazu, dass dein Hund keine klare Verhaltensweise in dieser Situation weiß und sich dann gestresst auch unerwünscht verhalten kann.
Hier sind konkrete Dinge, die du direkt umsetzen kannst.
1 Bewegung vor dem Besuch
Ein ausgelasteter Hund kann besser entspannen.
Plane einen Spaziergang oder eine kleine Beschäftigung vorher ein.
2 Klarer Ruheplatz
Trainiere einen festen Ort, an dem dein Hund zur Ruhe kommen kann.
Das hilft besonders, wenn dein Hund bei Besuch ständig unruhig ist.
3 Besuch vorbereiten
Sag vorher klar
Wir haben einen Hund, der ist da und ich kümmere mich darum
Das nimmt Druck raus und schafft klare Erwartungen.
Viele denken: Mein Hund ist das Problem
Aber oft ist es eher eine Mischung aus fehlender Struktur und fehlender Kommunikation.
Dein Hund reagiert auf das, was im Raum passiert.
Ein entspannter Besuch mit Hund ist möglich auch im turbulenten Familienalltag.
Nicht durch Perfektion sondern durch
🌿klare Abläufe
🌿realistische Erwartungen
🌿kleine umsetzbare Veränderungen
Dein Ziel muss nicht sein, dass alles perfekt läuft.
Sondern dass es für dich leichter wird.
Am Wochenende waren wir als Familie rodeln. Endlich Schnee!
Wie so oft mit Kind(ern) und Hund war der Weg dorthin allerdings alles andere als spontan: Zwei Kinder anziehen, den Hund satteln, den Buggy herrichten, Essen und Trinken einpacken, Mützen, Handschuhe – irgendwas fehlt ja immer. Dann liefen wir bei Sonnenschein und ein bisschen Schnee zum Rodelhang.
Dort angekommen war die Stimmung gut. Rodeln wollten allerdings nicht alle gleich viel:
Ein Kind rutschte nur ein einziges Mal, das andere überwand sich ein paar Mal und hatte dann auch richtig Spaß dabei. Der Hund wartete oben neben dem Buggy und beobachtete ruhig das Geschehen.
Als wir später wieder nach Hause gingen, kam mir ein Gedanke:
War das für das kleine Kind und für den Hund nicht langweilig? Sie hatten ja „fast nichts gemacht“.
Aber je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir:
Die beiden waren die ganze Zeit sehr beschäftigt – nur eben anders.
Es waren viele andere Familien da. Kinder rutschten den Hang hinunter, Menschen kamen und gingen, es gab Geräusche, Bewegungen, Stimmung.
Das kleine Kind beobachtete all das aus dem Buggy heraus. Der Hund saß auf seinem Platz und nahm die Umgebung aufmerksam wahr. Beide wirkten ruhig, interessiert und zufrieden. Sie warteten gelassen, bis wir wieder vorbeikamen.
Und tatsächlich:
Obwohl sie selbst kaum aktiv gerodelt oder „mitgemacht“ hatten, waren beide am Ende des Ausflugs zufrieden und ausgeglichen.
Beobachten kann fordernd sein.
Es ist keine passive Tätigkeit, auch wenn sie von außen oft so wirkt. Beim Beobachten werden Eindrücke verarbeitet, Situationen eingeschätzt, Erfahrungen gesammelt. Man lernt, ohne selbst handeln zu müssen.
Beobachten hilft dabei zu entscheiden:
– Will ich da mitmachen oder nicht?
– Ist das sicher?
– Interessiert mich das?
– Brauche ich gerade Ruhe oder Nähe?
Gerade im Alltag mit Kind und Hund haben wir häufig das Gefühl, ständig etwas anbieten, animieren oder „beschäftigen“ zu müssen.
Wir wollen, dass niemand zu kurz kommt, dass alle ausgelastet sind, dass keine Langeweile entsteht.
Dabei übersehen wir leicht, dass Beobachten bereits eine Form von Aktivität ist.
Wenn wir Kindern oder Hunden ständig vermitteln, dass Zuschauen nicht reicht, sondern dass sie etwas tun müssen, nehmen wir ihnen eine wichtige Kompetenz:
sich selbst ein Bild zu machen, Eindrücke einzuordnen und eigene Entscheidungen zu treffen.
Beobachten ist auch eine Form des Zuhörens – gegenüber der Umwelt, aber auch gegenüber sich selbst.

Ein schönes Beispiel dafür ist der Hund, der viel Zeit am Fenster verbringt.
Von außen wirkt das oft wie „nichts tun“. Tatsächlich beobachtet der Hund vielleicht seine Umgebung sehr intensiv: Menschen, Geräusche, Bewegungen, Veränderungen.
Das kann eine sinnvolle Beschäftigung sein – eine Art, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen.
Es kann aber auch zum Stressor werden.
Ein Hund, der den ganzen Tag „Wache hält“, arbeitet permanent. Auch wenn er ruhig wirkt, ist er innerlich aktiv. Dieser Dauerstress kann dazu führen, dass er in anderen Situationen schneller reagiert, ungeduldiger wird oder unerwünschtes Verhalten zeigt.
Hier lohnt sich genaues Hinsehen – nicht vorschnelles Bewerten.
Wenn du im Leben mit Kind und Hund gut beobachtest, hast du bereits die halbe Miete in der Hand.
Denn durch Beobachten kannst du:
Ob es darum geht, Verhalten beim Hund umzulenken oder gefährliche Situationen zwischen Kind und Hund zu vermeiden:
Gutes Beobachten ist oft wirksamer als schnelles Eingreifen.
Manchmal bedeutet gute Begleitung eben nicht, etwas zu tun –
sondern erst einmal genau hinzuschauen. 💛
Wenn du diesen Beitrag nochmal hören möchtest. Unter dem Titel:
“Warum Beobachten mehr als Nichtstun ist”
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️
vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Der Alltag läuft einfach durch. Von To-do zu To-do. Von Woche zu Woche.
Und irgendwo dazwischen versuchst du, dich nicht zu verlieren – obwohl du genau weißt, dass dein eigenes Tempo das ganze Familiensystem prägt.
In der Wildnispädagogik gibt es einen uralten Wegweiser, der uns hilft, wieder im Rhythmus statt im Huzzle-Modus zu leben:
Der Jahreskreis mit seinen vier Himmelsrichtungen.
Und das Beste?
Diesen Rhythmus kannst du nicht nur über das Jahr erleben –
sondern auch über den Tag, die Woche und sogar in einzelnen Projekten oder Erziehungsphasen mit Kind und Hund.
Lies hier weiter oder höre die Folge zum Thema in meinem Podcast 🎙️
Lass mich dich einmal mitnehmen:
Im Osten geht die Sonne auf.
Hier beginnt jedes neue Projekt, jede Woche, jeder Tag – und jeder Wandel in deiner Familie.
Fragen für den Osten:
Das ist der Ort für:
✨ Klarheit
✨ Ideen
✨ Visionen
✨ den Mut, neu anzufangen
Im Mama-Alltag bedeutet das:
nicht gleich losrennen, sondern erst spüren, was wirklich wichtig ist.
Der Süden ist warm, kraftvoll, voller Energie.
Jetzt geht es ins Handeln – aber bewusst, nicht im Hustle.
Im Süden darfst du:
Es ist die Phase des Tuns ohne Überfordern.
Nicht alles, aber das Wesentliche.
Der Süden erinnert dich daran:
Handeln darf leicht sein, wenn es aus der Klarheit kommt.


Der Westen ist der Ort des Reichtums.
Hier wird sichtbar, was du gesät hast.
Im Familienalltag kann das sein:
Der Westen lädt dich ein:
🌾 innezuhalten
🌾 zu genießen
🌾 das Gute wahrzunehmen
🌾 dich selbst zu feiern
Viele Mütter überspringen diesen Schritt –
doch ohne Ernte fehlt dir bald die Freude im Alltag.
Der Norden ist still.
Hier geht es um Weisheit, Integration und Regeneration.
Hier darfst du dich fragen:
Der Norden schenkt dir:
🧘♀️ Erdung
🧘♀️ Erkenntnis
🧘♀️ inneren Frieden
Und das Wichtigste:
Im Norden entsteht die Kraft für den neuen Osten.
Pause ist kein Stillstand.
Pause ist Vorbereitung.
Der Jahreskreis ist kein strenges System.
Er ist ein Fluss, der immer wieder durch alle vier Phasen geht.
So kannst du ihn im Alltag anwenden:
Am Morgen (Tagesspirale):
Für eine Woche:
Fürs Hundetraining, für Routinen mit deinem Kind, für dich selbst.
Der Jahreskreis bringt dich zurück in:
Du musst nicht schneller, perfekter oder disziplinierter werden.
Du darfst dir erlauben deinem inneren Rhythmus zu folgen.
Alles andere fügt sich.
Wenn du diese Folge nochmal als Podcast anhören möchtest, begleite ich dich am Ende der Folge noch mit ein paar Fragen durch dein neues Jahr 2026.
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️
Familienfeste wie Weihnachten, Geburtstage oder große Feiern sind für uns Menschen oft etwas Schönes. Für viele Hunde bedeuten sie jedoch einen echten Ausnahmezustand: viele Menschen, ungewohnte Geräusche, intensive Gerüche, viel Bewegung und eine hohe Erwartungshaltung. Was für uns nach Geselligkeit aussieht, kann für Hunde schnell Stress pur sein. Umso wichtiger ist es, sie achtsam, fair und vorausschauend durch solche Tage zu begleiten.
Wenn ein Hund während eines Familienfestes gestresst oder nervös umherläuft, liegt das häufig daran, dass er keinen eigenen Ruheort findet. Viele Hunde können in einem belebten Umfeld nicht selbstständig entscheiden, sich zurückzuziehen.
Hier ist es unsere Aufgabe, sie aktiv zu unterstützen, indem wir ihnen einen klar definierten Ruhebereich zuweisen – zum Beispiel mit einer vorab trainierten Decke oder einer Hundebox, möglichst abseits vom Trubel.
Auch wenn wir unseren Hund gerne mitten im Geschehen haben und er auch am liebsten immer mit dabei ist:
Er muss nicht immer dabei sein.
Gerade während der Bescherung oder beim Festessen kann es für den Hund deutlich entspannter sein, sich für eine Weile in einem Nebenraum aufzuhalten, etwa mit einer Schleckmatte. Das bringt Vorteile für alle:
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Platz des Hundes während des Essens. Ein Hund unterm Tisch wirkt harmlos, birgt aber Risiken. Dort können Essensreste herunterfallen, greift jemand plötzlich danach kann ein Hund in einem ohnehin angespannten Umfeld anders reagieren als gewohnt. Klare Platzierung statt Chaos schützt hier Mensch und Hund.

Besonders aufmerksam solltest du sein, wenn Kinder mitfeiern – vor allem, wenn mehrere Kinder zusammenkommen. An Feiertagen steigt ihr Erregungsniveau oft schnell. Typische Auslöser für Hunde sind:
Viele Hunde fahren in solchen Situationen mit hoch, können ins Jagdverhalten kippen oder durch den Lärm ins Bellen geraten.
Hier gilt: lieber zu früh als zu spät eingreifen und Kind und Hund bewusst trennen, bevor sich die Situation zuspitzt.
Sind zusätzlich andere Hunde zu Besuch, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Beziehung der Tiere. Selbst Hunde, die sich normalerweise gut verstehen, können in einem belebten Umfeld neue Dynamiken entwickeln. Besonders kritisch sind:
Hilfreich ist es, die Hunde klar getrennt zu platzieren, zum Beispiel auf eigenen Decken oder mit etwas Abstand, und die Situationen aufmerksam zu begleiten – insbesondere, wenn Kinder in der Nähe sind.
Ein typischer Feiertagsfall ist auch der Hund, der Kinder nicht gewohnt ist, etwa bei Oma und Opa. Beobachte hier genau, wie gut der Hund mit dem erhöhten Stress umgehen kann und wie er auf dein Kind reagiert. Begegnungen zwischen Kind und einem Hund, der Kinder nicht gewöhnt ist, solltest du besser bewusst steuern und nicht dem Zufall überlassen.
Ein ganz zentraler Punkt ist, die Erwartungen an den Hund realistisch zu halten. Familienfeste sind keine Trainingstage. Dein Hund muss nichts „aushalten“, nichts „lernen“ und nicht funktionieren. Management schlägt Training. Dazu gehören:
All das ist kein “es geht nicht anders”, sondern Ausdruck von Fürsorge.
Hilfreich ist es außerdem, schon vor dem Fest für Entspannung und Auslastung deines Hundes zu sorgen. Bewährt haben sich:
So startet dein Hund mit einem niedrigeren Stresslevel in den Tag.
Ebenso wichtig sind klare Regeln für Gäste und Kinder. Viele Konflikte entstehen aus Unwissenheit. Klare Absprachen helfen, etwa:
Und schließlich: Nimm die Stresssignale deines Hundes ernst. Typische Anzeichen sind:
Werte diese Ausdruckssignale deines Hunde als (völlig unpersönlich zu nehmende) Kommunikation. Strafen sind hier nicht angebracht, das sie den Stress deines Hundes nur noch weiter erhöhen.👆
Trennung ist in solchen Momenten keine Überreaktion, sondern Prävention und kann dazu beitragen, das dein Hund sich wieder entspannen kann.
Entspannung entsteht nicht durch „Augen zu und durch“, sondern durch achtsames Management und klare Entscheidungen. So werden Familienfeste fairer, sicherer und entspannter – für Menschen und Hunde gleichermaßen.
🎙️Höre diesen Beitrag hier als Podcastfolge
Kennst du dieses Gefühl, ständig zu rennen – körperlich oder innerlich? Immer auf dem Sprung, die Gedanken schon beim nächsten To-do? Dieses Hustlen, dieses dauerhafte Funktionieren, hinterlässt Spuren.
Nicht nur in dir.
Es prägt auch dein Kind und deinen Hund – oft viel stärker, als wir im hektischen Alltag wahrnehmen.
Heute möchte ich dir zeigen, warum das so ist, woran du es erkennst und was du sofort tun kannst, um wieder Ruhe in eure Familie zu bringen.
Hustlen bedeutet ständige Alarmbereitschaft, keine echten Pausen, immer Druck, immer Tempo. Ein Nervensystem, das einfach nicht mehr zur Ruhe kommt. Und auch wenn du versuchst, dir nichts anmerken zu lassen – dein Umfeld spürt es. Immer.
Hunde lesen uns wie ein offenes Buch. Sie nehmen unser Tempo, unsere Atmung, unsere Anspannung auf und reagieren darauf. Vielleicht wird dein Hund unruhiger, hört schlechter, zieht mehr an der Leine oder wirkt unsicherer.
Und auch Kinder spiegeln uns – unmittelbar. Ich erinnere mich gut daran, wie meine Tochter im Kindergarten den Spitznamen „Fräulein Huddel“ bekam. Nicht, weil sie so ein Kind ist. Sondern weil sie mein damaliges Tempo übernommen hatte.
Wenn Mama hustelt, passiert bei Kindern schnell: weniger Ruhe, mehr Lautstärke, weniger Regulation, mehr Anhänglichkeit. Sie brauchen dann genau das, was du selbst bräuchtest: Co-Regulation.
Unter Druck geraten Kind und Hund oft automatisch in Konkurrenz um deine Aufmerksamkeit. Mehr Ziehen, mehr Quietschen, mehr Anspringen, mehr Bedarf. Und du stehst da, erschöpft, im Versuch, es allen recht zu machen – doch alle drei Nervensysteme bleiben oben.
Das hat nichts mit Versagen zu tun.
Das ist Biologie. 👆
Denn sowohl Kinder als auch Hunde regulieren sich über dich. Wenn du ruhiger wirst, werden sie ruhiger. Wenn du im Hustle bist, ziehen sie mit hoch. Du bist der emotionale Taktgeber eures Familie.
Das Gute ist, dass du dich selbst beeinflussen kannst und darüber auch dein gesamtes Familien-Umfeld mitnehmen kannst.💫
Woran du merkst, dass dein Hustlen wirkt? Vielleicht daran, dass dein Hund hibbeliger oder unsicher wird, dein Kind lauter oder anhänglicher, der Alltag chaotischer erscheint. Vielleicht spürst du, dass du dich nur noch „gebraucht“ fühlst oder dass kleine Situationen viel schneller eskalieren. All das sind Zeichen dafür, dass die Systeme überlastet sind.
Wichtig ist zu verstehen, dass du daran keine Schuld trägst!
Der gesellschaftliche Druck, die Erwartungen an „funktionierende Mütter“, fehlende Pausen – all das trägt dazu bei, dass viele von uns dauerhaft angespannt sind. Niemand bringt uns bei, wie wichtig unser gesundes Nervensystem dabei wirklich ist.

Doch du kannst es lernen.
Eine einfache Soforthilfe ist die 4-7-8-Atemübung: vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, acht Sekunden ausatmen – drei bis vier Wiederholungen reichen. In weniger als zwei Minuten sinkt dein Puls, dein Kopf wird klarer, dein Hund spürt sofort die Entspannung und dein Kind findet leichter in die Co-Regulation.
Vielleicht nimmst du heute eine Erkenntnis mit: Dein Zustand beeinflusst dein gesamtes Familiensystem – stärker als jede Hundetrainingsmethode oder Erziehungstechnik.
Wenn du ruhiger wirst, wird alles leichter.
Erkennst du, wie wichtig du bist?
Wenn du bewusst wahrnimmst, was los ist, kannst du Veränderungen bewirken.
Und dafür darf dein Nervensystem zuerst zur Ruhe kommen.
Der Alltag mit Kind und Hund darf leichter sein.
Wenn du dich durch die Atemübung einmal führen lassen möchtest, höre die Folge zu diesem Blogbeitrag in meinem Podcast “Familienglück mit Hundepfoten”.
Oft erlebe ich, dass HundehalterInnen gar nicht so viel mit ihren Hunden spielen, wie sie vielleicht dachten.
Denn häufig handelt es sich vielleicht für den Menschen für eine lustige Spielerei, die für den Hund allerdings sehr anstrengend ist!
Beispiele:
– Dem Hund werden Leckerchen auf die Pfoten gelegt, die er erst nehmen darf, sobald das Frauchen die Freigabe gibt. -> kein Spiel
– Der Hund muss warten, bevor er zum Spielzeug laufen darf. -> kein Spiel
– Das Spiel, dass eben noch lustig war, wird abrupt und mit strenger Stimme plötzlich abgebrochen und das Spielzeug weggenommen -> Kein so tolles Spielende und Frust vorprogrammiert
Statt Anspannung und Frust darfst du es dir erlauben mit deinem Hund einfach so herumzualbern, Spielzeug zu werfen, dem er direkt nachsausen darf und ihm das Spielzeug am Ende des Spiels sogar überlassen.
Davon einem Hund Spielzeug zu werfen wird oft abgeraten, weil angeblich der Jagdtrieb dadurch erhöht wird. Doch tatsächlich ist es so, dass wenn dein Hund genetisch zur Jagd gemacht ist, dann wird es das Ballspielen mit dir auch nicht verschlimmern, und wenn er wenig jagdlich ambitioniert ist, wird es das Spiel mit dir auch nicht verschlimmern.
Im Gegenteil, du kannst mit dem gemeinsamen Wurfspiel das Bedürfnis zu jagen ein Stück weit sättigen und umlenken, sodass deinem Hund damit eine Ersatzhandlung für jagdliche Bedürfnisse geschaffen wird. So ist das Bedürfnis zu Jagen in anderen Kontexten weniger stark ausgeprägt.
Am Ende sinkt mit der Bedürfnisbefriedigung des Austobens beim Zerren, Fangen und Rennen auch der Frust deines Hundes, nicht jagen gehen zu können, weil er das Verhalten an anderer Stelle ausleben darf.
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Auch körperliches Spiel mit dir, also gemeinsames Rennen oder Herumtollen auf dem Boden kann funktionieren. Wichtig hierbei ist, das du darauf achtest, dass das Erregungsniveau deines Hundes auf einem entspannten Level bleibt und er nicht lernt dir “lustig” in Hände, Arme oder Beine zu schnappen. In diesem Fall solltest du ein Spieltau dazunehmen, sonst kann es sein, das dir dein Vierbeiner irgendwann am Ärmel hängt!
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Bei Rassen, wie einem Rottweiler, kann sich solch ein Verhalten tendenziell eher herausbilden, als bei einem ShiTzu, also überlege, was sich für euch beide am besten für ein Spiel eignet.
Ein Spielabschluss kann dann sein, das du deinen Hund langsam herunterfährst und dann am Ende mit ihm das Spielzeug gegen ein Leckerli tauschst oder ihm einfach eine kleine Handvoll Leckerlis in die Wiese wirfst. So kann dein Hund beim Aufsammeln noch etwas herunterkommen, bevor ihr weitergeht. Eine super Ortsberuhigung. So kannst du Frust beim Spielabschluss vermeiden und deinen Hund gezielt wieder in eine niedrigere Erregungslage holen, bevor ihr weitergeht.
Wie spielst du mit deinem Hund?

(Kommunikation zwischen Menschen und zwischen Mensch und Hund)
“Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag.”
Solche und ähnliche Sätze erhalte ich immer wieder per PN auf Facebook von Menschen, die ich nicht kenne.
Auch nicht auf Facebook kenne…
Das finde ich komisch, du auch?
Ich meine, “ich hoffe, du hast einen schönen Tag”, das sage ich zu meinem Mann, wenn er morgens aus der Tür geht oder vielleicht zu einer Bekannten beim Kindergarten, wenn wir in der Früh kurz gequatscht haben und dann auseinander gehen.
Doch es würde mir nicht einfallen einer fremden Person beim Einkaufen oder auf der Straße grundlos zu sagen: “Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag.”
Also das heißt natürlich nicht, das ich der fremden Person keinen guten Tag wünsche, sondern es ist meines Erachtens in so einem Moment einfach nicht angebracht, so etwas zu sagen.
Siehst du das genauso?
Und dann überlege ich weiter, denn manchmal nähern sich fremde Personen meinem Hund, schauen ihn direkt an, grinsen, beugen sich über ihn und strecken dann auch noch die Hand nach ihm aus.
-> Das mögen Hunde tendenziell alles nicht!
Und meine Ayla ist ja kein Hund, die ist ja ein Pudel und dann macht die einmal ganz laut “Wuff”…!
Ist irgendwie doof, denn dann bekomme ich das Gefühl ich müsste das Verhalten meines Hundes erklären, doch im Grunde ist diese Annäherung des Menschen gegenüber meinem Hund genauso übergriffig, wie das “Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag” eines Fremden gegenüber mir.
Irgendwie nicht unhöflich, aber dennoch schlicht und ergreifend unangebracht. Vor allem dann, wenn zuvor nicht ein einziger Wortwechsel zwischen den Personen oder eine einzige hundefreundliche Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Hund stattfand.
Wenn ich dann doch mal mit jemandem an der Bäckertheke ins Gespräch komme, weil ich einer alten Dame eine Münze aufhebe, dann kann es sein, dass wir uns schon wieder anders unterhalten.
Und vielleicht würde es dann am Ende eines kurzen SmallTalks fallen, das “Ich hoffe, Sie haben noch einen schönen Tag.”
Und wenn du das nächste Mal mit einem Bekannten zusammensitzt, den dein Hund noch nicht kennt und dein Hund kann beobachten, wie der Mensch sich so verhält, ob er hektisch, ruhig, laut oder leise ist, bevor der Mensch den Hund begrüßt, ja dann bekommst du vielleicht auch eine Annäherung des Hundes in Form von “ich schnuppere mal und denke du bist okay”.
Und wenn es richtig gut klappt bekommst du es dann auch von einem Pudel, das “Ich hoffe, du hast heute einen schönen Tag.”

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