Camping mit Kind und Hund

Geschrieben von Eva Kluge am 9. Juli 2026

Unsere ehrlichen Erfahrungen und Tipps

Camping mit Kind und Hund klingt nach Freiheit Natur und unvergesslichen Familienmomenten. Und ja genau das kann es auch sein. Aber es bringt auch einige Herausforderungen mit sich die man vorher unbedingt bedenken sollte.

Ich war vor Kurzem alleine mit meinen zwei Kindern und unserer Pudelhündin Ayla für drei Tage campen. Kein langer Urlaub sondern eher ein kleiner Testlauf. Und ich kann sagen: Es war wunderschön und gleichzeitig sehr lehrreich.

Der Campingplatz perfekt für Kinder herausfordernd für Hunde

Unser Campingplatz hatte einiges zu bieten einen Streichelzoo mit Ponys, Ziegen, Schafen Hühnern und Hasen einen Spielplatz, einen Kletterberg, einen Badesee und sogar eine Spielhalle.

Für die Kinder war das ein absolutes Paradies.

Was ich vorher allerdings unterschätzt habe war die freie Platzwahl. Jeder konnte sich hinstellen wo er wollte, ohne klare Abgrenzungen.

Was entspannt klingt, kann für Hunde schnell stressig werden.

Denn ohne klare Grenzen ist auch für den Hund nicht eindeutig was eigentlich sein Bereich ist. Gerade Hunde mit einem gewissen Territorialverhalten oder Unsicherheit im Kontakt mit Fremden brauchen hier mehr Orientierung.

Streichelzoo und Tiere nicht für jeden Hund geeignet

Ein besonderes Thema war der Streichelzoo. Ayla war zwar grundsätzlich schon mal mit dabei gewesen aber diesmal war die Situation schwieriger. Ein Schafbock lief immer wieder frei herum, was auch für die Menschen schon teilweise eine Herausforderung war…

Man hat deutlich gemerkt Ayla war angespannt.

Da ich gleichzeitig auch meine Kinder im Blick haben musste, war für mich klar: Sicherheit geht vor.

Ayla blieb während unserer Besuche beim Streichelzoo am Platz an einer langen Leine mit ausreichend Schatten, Wasser und Ruhe. Und das hat erstaunlich gut funktioniert.

Der unterschätzte Faktor andere Hunde

Auf dem Campingplatz gab es einen freilaufenden Platzhund. Freundlich neugierig aber eben ständig präsent.

Er kam auch mal zu unserem Platz interessierte sich für den Futternapf und wollte Kontakt aufnehmen.

Ayla fand das gar nicht gut.

Sie hat klar kommuniziert und geknurrt und der andere Hund hat das respektiert und hat sich getrollt… zum Glück. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl, weil solche Situationen schwer kontrollierbar sind.

Wenn Kinder spielen und dein Hund zuschauen muss

Eine besonders herausfordernde Situation. Andere Kinder haben mit diesem Hund gespielt direkt vor unserer Nase.

Bälle werfen, rennen, Action.

Und Ayla stand daneben an der Leine.

Das hat bei ihr Frust ausgelöst Sie wollte mitmachen gleichzeitig aber keinen fremden Hund in ihrer Nähe haben.

Meine Lösung war, dass ich sie in solchen Momenten ins Zelt geholt habe, wo sie einen Sichtschutz hatte und runterfahren konnte. Das hat ihr sehr geholfen.

Alleine mit Kindern und Hund echtes Management gefragt

Was ich deutlich gemerkt habe. Wenn du alleine mit Kindern und Hund unterwegs bist, brauchst du einen Plan.

Du bist ständig am Organisieren.
Wer braucht gerade Aufmerksamkeit.
Kann der Hund mit oder gerade besser nicht?
Ist die Situation sicher?
Wo kann der Hund entspannen?

Ein echter Gamechanger war für mich ein ruhiger Rückzugsort im Auto. Ich habe den Kofferraum mit einer Decke ausgestattet sodass Ayla dort entspannt liegen konnte.

Das hat ihr deutlich mehr Ruhe gegeben als draußen alles im Blick behalten zu müssen.

Wetter und Rahmenbedingungen

Grundsätzlich ist beim Camping mit Hund die Temperatur ein entscheidender Faktor!

Bei mildem Wetter ist vieles machbar. Bei Hitze wird Camping mit Hund schnell schwierig, vor allem wenn keine sicheren kühlen Rückzugsorte vorhanden sind!!

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde

Ein paar Dinge würde ich definitiv anpassen.

Einen Campingplatz mit festen Parzellen wählen.
Eine Stoffbox als klaren Rückzugsort mitnehmen. Ich hatte meine feste Box aus Platzgründen zuhause gelassen und nur eine Decke für Ayla mitgenommen.
Noch gezielter Ruhezeiten einplanen. Vorab genauer prüfen wie hundefreundlich der Platz wirklich ist.

Camping oder Ferienwohnung

So schön Camping auch ist, – ich habe in meiner Kindheit nur gecampt, ich habe für mich gemerkt:

Für kurze Trips ist es ideal.

Für längere Urlaube bevorzuge ich persönlich eine Ferienwohnung.

Warum?

Weil der Hund dort wirklich zur Ruhe kommen kann.
Unternehmungen ohne Hund entspannter machbar sind.
Und weil insgesamt weniger unkontrollierbare Faktoren im Spiel sind.

Unser Endergebnis unseres kleinen Camping-Trips

Camping mit Kind und Hund kann eine wunderbare Erfahrung sein, wenn man gut vorbereitet ist und die Bedürfnisse aller im Blick behält.

Nicht jeder Hund fühlt sich in einem offenen reizintensiven Umfeld wohl. Und das ist völlig in Ordnung.

Unsere drei Tage waren haben uns insgesamt sehr gut gefallen und Spaß gemacht.

Und genau darum geht es Erfahrungen sammeln, anpassen und den eigenen Weg finden.

Wenn du mit deinem Hund campen möchtest überlege dir vorher gut:
Passt das wirklich zu deinem Hund und zu dir?
Und wenn du jetzt schon merkst, dass du allein beim Lesen dieses Beitrags eine Auszeit brauchst, dann hole dir doch einfach meinen kostenlosen 10-Minuten-Reset und entspanne dich mit Kind und Hund.
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