Ob man es zulässt, dass der eigene Hund einen selbst oder seine Kinder ableckt, ist am Ende eine persönliche Entscheidung. Viele Familien empfinden einen „Hundekuss“ als liebevoll und völlig normal. In den meisten Fällen ist das auch gar kein Problem.
Von entzündungshemmender Wirkung, Förderung der mentalen Gesundheit bis zu hochgefährlichen Übertragungen findet man zu diesem Thema verschiedenste Quellen im Internet.
Die möglichen Risiken zu kennen – besonders bei Babys und Kleinkindern, ist jedenfalls wichtig, denn Hunde (manche ganz besonders) nehmen sehr viel über das Maul auf!
Kot, Urinstellen, Müll oder auch Mäuse werden bei Spaziergängen nah beschnuppert, beleckt und manchmal auch verspeist. Zuhause pflegt der Hund auch gern mal sein Hinterteil.
Selbst bei guter Vorsorge durch Wurmkur und Impfungen können dabei Erreger aufgenommen werden, die auf den Menschen übertragbar sind – zum Beispiel Giardien oder Würmer. Außerdem tragen Hunde andere Bakterien im Maul als wir Menschen. Für den Hund sind diese meist unproblematisch, beim Menschen können sie jedoch Infektionen begünstigen.
Das Risiko ist besonders hoch beim Ablecken von:
Deshalb ist es sinnvoll, hier bewusst Grenzen zu setzen – vor allem bei Kindern.
Ein wichtiger Grundsatz:
👉 Wunden dürfen grundsätzlich niemals vom Hund beleckt werden.
Ein Schlecker auf Hand oder Arm ist im Alltag meist weniger kritisch – das Ablecken von Gesicht und Mund sollte man jedoch gut abwägen und im Zweifel lieber vermeiden.

Viele Hunde lecken aus Aufregung oder Stress – besonders bei Begrüßungen.
Das Verhalten hat sogar eine biologische Wurzel:
Welpen lecken am Maul der Mutter, um Futter hervorzuwürgen.
Dieses Verhalten nennt man Futterbetteln – und es bleibt oft lebenslang erhalten.
Darum zielen Hunde instinktiv auf Gesicht und Mund.
Das Schlecken dient auch oft dazu Erregung abzubauen.
Lecken ist auch eine Beschwichtigungsgeste.
Der Hund signalisiert:
Gerade bei Begrüßungen oder Aufregung passiert das häufig.
Und genau deshalb braucht es Management.
Die ehrliche Antwort: Beide – mit Hilfe eines Erwachsenen.
Ein Baby oder Kleinkind kann noch keine Grenzen setzen.
Darum liegt die Verantwortung immer bei uns.
Typische Management-Ideen:
Vorausschauendes Handeln hilft, um Übergänge zu schaffen, die für alle Beteiligten angenehm sind.
Viele Hunde verstehen unsere Körpersprache besser als Worte.
Am Esstisch zum Beispiel:
Das signalisiert: Hier ist jetzt gerade kein Kontakt für dich.
Häufig reicht dieses körpersprachliche “Nein”, ohne Training oder Kommandos.
Kinder lassen Essen fallen – das ist normal.
Für Hunde wird der Hochstuhl schnell zur Buffet-Zone.
Wenn der Hund dort regelmäßig Erfolg hat, lernt er:
👉 Unter dem Tisch lohnt es sich immer.
Die einfachste Lösung ist Management:
Das verhindert:
Und bringt enorm viel Entspannung.
Einer der wichtigsten Punkte überhaupt:
Hunde brauchen absolute Ruhe beim Fressen.
Wenn Kinder am Napf stören, kann sich Ressourcenverteidigung entwickeln – und die möchten wir gar nicht erst entstehen lassen.
Darum:
So entsteht Sicherheit auf beiden Seiten.
Für Babys ist ein Wassernapf unglaublich spannend:
Tipps für den Alltag:
Es ist nur eine Phase – aber gutes Management spart Nerven.
Wenn du diesen Beitrag nochmal hören möchtest. Unter dem Titel:
“Küsschen erlaubt? Hygiene-, Tisch- und Napfregeln”
>> Höre gern in meinen Podcast “Familienglück mit Hundepfoten” hinein. 🎙️
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