Sommer, Sonne, Hundeglück: Beschäftigung, Abkühlung & Hitzeschutz für deinen Hund

Geschrieben von Eva Kluge am 2. August 2026

Der Sommer ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Lange Abende, Zeit im Garten, Eis essen und Ausflüge mit der Familie. Doch während wir die Wärme oft genießen, kann sie für unsere Hunde schnell zur Belastung werden.

Die gute Nachricht: Im Hochsommer musst du deinen Hund nicht permanent beschäftigen. Im Gegenteil, Ruhe ist oft genau das Richtige. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ihr entspannt durch heiße Tage kommt, welche Beschäftigungen wirklich sinnvoll sind und worauf du im Sommer unbedingt achten solltest.

Weniger ist im Sommer oft mehr

Viele Hundehalter haben das Gefühl, ihren Hund täglich auslasten zu müssen. Doch bei Temperaturen über 30 Grad gelten andere Regeln!

Dein Hund braucht in dieser Zeit keine langen Spaziergänge oder aufwendigen Beschäftigungsprogramme. Sein Körper arbeitet bereits auf Hochtouren, um die Temperatur zu regulieren. Zusätzliche Bewegung kostet unnötig Energie und heizt noch dazu auf…

Plane deshalb längere Spaziergänge lieber in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend. Über die Mittagszeit reicht meist eine kurze Runde zum Lösen völlig aus.

Und wenn dein Hund den Rest des Tages verschläft? Perfekt. Genau das sollte er tun.

Kühle Rückzugsorte schaffen

Hunde wissen meist selbst sehr genau, wo sie sich am wohlsten fühlen.

Statt deinen Hund auf eine Kühlmatte oder ein feuchtes Handtuch zu schicken, lohnt es sich oft, ihm einfach Zugang zu den kühlsten Räumen im Haus zu ermöglichen.

Viele Hunde bevorzugen:

  • kalte Fliesen z.B. in Küche, Flur oder im Badezimmer
  • den Keller
  • schattige Plätze draußen
  • gut belüftete Räume

Lass deinen Hund selbst entscheiden, wo er sich entspannen möchte.

Beschäftigung, wenn dann aber bitte sommergerecht

Natürlich darf dein Hund auch im Sommer kleine Aufgaben bekommen. Allerdings sollten diese ruhig, kühlend und wenig aufregend sein.

Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • gefüllte Kongs
  • Schleckmatten
  • befüllbare Intelligenzspielzeuge
  • gefrorener Naturjoghurt
  • Wassermelone in kleinen Mengen
  • Eiswürfel zum Schlecken

Schlecken wirkt auf viele Hunde beruhigend und beschäftigt sie gleichzeitig, ohne sie körperlich zu fordern.

Gemeinsam mit dem Kind vorbereiten

Gerade Familien können diese Beschäftigungen wunderbar gemeinsam vorbereiten.

Kinder können dabei helfen,

  • den Kong zu befüllen,
  • die Schleckmatte vorzubereiten,
  • kleine Leckerlis zu verstecken
  • oder das Lieblingsspielzeug einzufrieren.

So entsteht eine schöne gemeinsame Aktivität, bei der sowohl Kind als auch Hund eingebunden werden.

Leckerlisuche im kühlen Keller

Eine Idee, die sich bei uns bewährt hat:

An besonders heißen Tagen verstecke ich Leckerlis im Keller.

Dort ist es deutlich kühler als draußen und gleichzeitig bietet die ungewohnte Umgebung viele spannende Gerüche.

Schon eine kleine Suchaufgabe reicht oft völlig aus und ist deutlich angenehmer als Training in der prallen Sonne.

Trinken nicht vergessen

Viele Hunde trinken im Sommer zu wenig.

Du kannst das Wasser interessanter machen, indem du beispielsweise etwas ungewürzte Fleischbrühe oder einen kleinen Schuss Buttermilch hinzugibst.

Gerade ältere Hunde profitieren oft davon, wenn sie dadurch etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen.

Vorsicht: Hund niemals im heißen Auto lassen

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt:

Lass deinen Hund im Sommer niemals im Auto zurück!

Schon bei angenehm wirkenden Außentemperaturen heizt sich das Fahrzeug innerhalb weniger Minuten gefährlich auf.

Für Hunde wird das schnell lebensbedrohlich, weil sie ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Hecheln regulieren können!

Dasselbe gilt selbstverständlich auch für Kinder!!

Auch wenn der Einkauf nur kurz dauert: Hund und Kind gehören bei sommerlichen Temperaturen niemals allein ins Auto.

Wasserspaß mit Bedacht

Ein Planschbecken im Garten oder ein Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch sorgen bei vielen Hunden und Kindern für große Freude.

Behalte dabei jedoch immer das Erregungsniveau im Blick.

Manche Hunde werden durch Wasser sehr aufgeregt und können ein kleines Kind im Spiel unbeabsichtigt umrempeln.

Deshalb gilt:

Je wilder das Spiel wird, desto wichtiger ist deine Begleitung!

Heißer Asphalt kann gefährlich werden

Auch der Untergrund wird im Sommer schnell zur Herausforderung.

Asphalt kann sich so stark aufheizen, dass Pfoten verletzt werden.

Wenn möglich:

  • verlege Spaziergänge auf die kühleren Tageszeiten,
  • nutze schattige Wege,
  • laufe über Wiesen statt über Asphalt
  • oder trage kleine Hunde ein Stück bis zur nächsten Grünfläche.

Hundeschuhe oder Pfotenschutz können im Ausnahmefall sinnvoll sein. Noch besser ist es jedoch, heiße Wege möglichst ganz zu vermeiden.

Sommertipps für den Hund

Der Sommer darf für deinen Hund vor allem eines sein: entspannt.

Nicht jede Minute muss mit Beschäftigung gefüllt werden. Oft sind Ruhe, ein kühler Liegeplatz, ausreichend Wasser und ein gefrorener Kong genau das, was dein Hund an heißen Tagen braucht.

Mit ein wenig Planung, Spaziergängen zu den richtigen Uhrzeiten und einem wachsamen Blick auf mögliche Gefahren wie heißes Auto oder heißen Asphalt steht einem entspannten Sommer mit Kind und Hund nichts im Weg.

>> Höre die Folge hier auf Spotify in meinem Podcast: “Familienglück mit Hundepfoten”

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